TU Wien und Steyr starten Wasserstoff-Projekt «Hytrac»

Steyr und TU Wien erforschen im Projekt «Hytrac» einen Wasserstofftraktor direkt auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.

15.09.2026

Die TU Wien hat gemeinsam mit Steyr und weiteren Projektpartnern das Forschungsprojekt «Hytrac» gestartet, das die Potenziale eines integrierten Wasserstoff-Energiesystems für die Landwirtschaft untersucht. Das Projekt kombiniert einen wasserstoffbetriebenen Traktor mit einer Wasserstoffspeicher- und Betankungsinfrastruktur direkt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb (dem sogenannten «Combhy»-System) in Neusiedl (Burgenland, Österreich). Hierfür sollen vorhandene Energiequellen wie Biomasse aus Pflanzenresten, Windenergie und Photovoltaik genutzt werden, um eine hofeigene Wasserstofftankstelle zu versorgen. Ziel ist es, einen realisierbaren und skalierbaren Weg hin zu einer kohlenstoffarmen Mechanisierung der Landwirtschaft zu erforschen und dabei die von modernen landwirtschaftlichen Betrieben geforderte Leistung, Einsatzdauer und Flexibilität sicherzustellen, heisst es.

Aufbauend auf dem Steyr «FCTrac», einem Konzepttraktor mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb, der im Juli 2024 vorgestellt wurde, markiert «Hytrac» den nächsten Schritt in der Erforschung wasserstoffbetriebener Landmaschinen durch Steyr, schreibt der Hersteller.

Der auf einem konventionellen Steyr «Expert» basierende Forschungstraktor verfügt über einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor mit Direkteinspritzung, der eine mit dem Basisfahrzeug vergleichbare Dauerleistung liefern soll und gleichzeitig das Potenzial für einen lokal nahezu emissionsfreien Betrieb bietet. «Hytrac» wurde als praxisorientierte Lösung für landwirtschaftliche Betriebe konzipiert. Die Kraftübertragung erfolgt über ein hocheffizientes eCVT-Getriebe, während Anbaugeräte zusätzlich elektrisch über die von der Voltfactory GmbH entwickelte Hochspannungsbatterie versorgt werden können. mgt/röt