Stabiles 2025 bei Fenaco
Die Genossenschaft Fenaco präsentiert ein stabiles Geschäftsjahr 2025 mit einem um 1,1% gesunkenen Umsatz von CHF 7,21 Mrd.
12.05.2026
Die Genossenschasft Fenaco blickt auf ein insgesamt stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück – dies trotz anspruchsvoller wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Geopolitische Unsicherheiten, volatile Märkte sowie hohe Kosten für Personal, Infrastruktur, Logistik und IT prägten das Umfeld. Gleichzeitig profitierte die Schweizer Landwirtschaft von einem guten Erntejahr, was in mehreren Bereichen zu höheren Vermarktungsmengen führte.
Der Nettoerlös sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,1% auf CHF 7,21 Mrd. Gründe dafür waren vor allem tiefere Preise im internationalen Getreidehandel sowie im Geschäft mit fossilen Energien. Dennoch konnte die Genossenschaft ihre Marktposition behaupten oder teilweise sogar ausbauen. Alle vier Geschäftsfelder – Agrar, Lebensmittelindustrie, Detailhandel und Energie – entwickelten sich stabil.
Positiv entwickelte sich das Betriebsergebnis (EBIT), das um 3,2% auf CHF 110,6 Mio. anstieg. Die Nettoerlösrendite lag bei 1,5%. Auch die Eigenkapitalquote konnte weiter erhöht werden und beträgt neu 66,5%, was die finanzielle Stabilität der Genossenschaft unterstreicht.
Von diesem Ergebnis profitieren auch die Mitglieder: Insgesamt fliessen CHF 36,3 Mio. an die Landi-Genossenschaften sowie an die Mitglied-Landwirtinnen und -Landwirte zurück. Dazu gehören Leistungsprämien, Zinsen auf Anteilscheine und Erfolgsbeteiligungen. Zusätzlich verteilt die fenaco Geschenkpakete im Wert von CHF 1,6 Mio.
Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich 2025 auf CHF 171,3 Mio. Weitere CHF 4,7 Mio. investierte Fenaco in Innovationen, etwa in Forschungskooperationen mit Schweizer Hochschulen sowie in Projekte zu neuen Züchtungsverfahren, alternativem Pflanzenschutz, Digitalisierung und Automatisierung der Landwirtschaft.
Für das laufende Jahr 2026 bleibt der Ausblick vorsichtig. Fenaco rechnet weiterhin mit hohem Wettbewerbsdruck, zurückhaltender Konsumentenstimmung und anhaltend hohen Kosten. Dennoch strebt die Genossenschaft einen Nettoerlös und ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau an. Gleichzeitig sollen Prozesse vereinfacht, Strukturen optimiert und gezielt in zukunftsträchtige Bereiche investiert werden. eng


