Schweizer Start-up entwickelt Aussortier-Roboter für Grüngutabfälle
Das Schweizer Start-up Grip Robotics entwickelt einen Roboter, der mit Greifarmen unerwünschte Bestandteile wie Plastik aus Grünabfällen aussortieren kann.
15.09.2026
Die vier Absolventen der ETH Zürich, Jonas Gruetter, Stanislaw Piasecki, Félix Laurent und Oscar Gentilhomme, entwickeln seit zwei Monaten im Rahmen ihres Start-ups «Grip Robotics» einen Sortierroboter, der Grünabfälle von allen anderen nicht kompostierbaren Abfällen (Kunststoffe, Verpackungen, Textilien usw.) trennt. «Wir wollen die Entfernung von Verunreinigungen aus Grünabfällen durch robotergestützte Sortierung erschwinglicher machen. Denn die Kosten für die manuelle Sortierung sind heute sehr hoch: zwischen 37 und 40 Franken pro Tonne, was etwa 30 % der Betriebskosten einer Grünabfallverwertungsanlage ausmachen kann», erklären die Entwickler.
Die Maschine, die am Standort der Kompostieranlage La Coulette in Belmont-sur-Lausanne (VD) installiert ist und die kürzlich an einer Fachtagung von Biomasse Schweiz vorgestellt worden ist, besteht aus einem auf einem Tandemfahrgestell montierten Förderband, über das der zu sortierende Grünabfall transportiert wird. Eine 3D-Kamera erfasst die Bilder, die in Echtzeit von der KI verarbeitet werden. Jeder der beiden 6-Achsen-Roboterarme, die in der Nähe des Förderbands positioniert sind, erhält die verarbeiteten Informationen und greift dann die identifizierten Abfälle mit Hilfe von drei von den Studierenden entwickelten Greifern auf.
Zu den erwähnten geplanten Weiterentwicklungen gehören eine anpassbare Förderbandgeschwindigkeit, der Einsatz einer Multispektralkamera zur Klassifizierung der Objektarten sowie die Hinzufügung weiterer Arme (bis zu acht), um die angestrebte Leistung von 100 Tonnen sortiertem Kompost pro Tag zu erreichen. Zwei bis drei Pilotanlagen sollen in Kürze installiert werden. msch


