Rolls-Royce investiert 30 Mio. Euro in neues Montagewerk

Der Geschäftsbereich «Power Systems» (MTU-Motoren) von Rolls-Royce setzt auf den modernen und emissionsarmen Verbrennungsmotor und hat einen zweistelligen Millionenbetrag in die Zukunft dieser Technologie investiert.

23.06.2023

Rolls-Royce investiert 30 Mio. Euro in ein neues Montagewerk für Motoren. Die neue Produktionsanlage schafft Platz für die Montage und den Versand. Dabei wird die MTU-Motorenbaureihe «2000» nach Kluftern verlegt, um Montagehallen im Werk 2 von Rolls-Royce in Friedrichshafen zu modernisieren und somit langfristig Produktionsflächen für die Baureihe «4000» vorhalten zu können. Das Werk in Kluftern beschäftigt derzeit 110 Mitarbeitende.
Jörg Stratmann, Vorstandsvorsitzender von Rolls-Royce «Power Systems», sagt: «Unsere Investitionen sind ein klares Bekenntnis zur Region und zu unseren Produkten und Lösungen, die wichtige Bausteine der Energiewende in verschiedenen Anwendungsbereichen sind. Wir sind überzeugt davon, dass in Verbindung mit nachhaltigen Kraftstoffen und neuen Technologien der Verbrennungsmotor in Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird. Denn es kommt auf den Treibstoff an, nicht auf den Motor.»
Rolls-Royce konzentriert sich darauf, Motoren zu entwickeln, die mit einer Vielzahl von nachhaltigen Kraftstoffen betrieben werden können, um fossile Treibstoffe zu ersetzen und damit den Kohlendioxideintrag in die Atmosphäre deutlich zu verringern. Zudem hat das Unternehmen bereits Hybridsysteme für Bahn, Schifffahrt und Energie auf den Markt gebracht sowie intelligente Automationssysteme. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, klimafreundliche und effiziente Antriebstechnologien und Energie-Systeme für verschiedene Anwendungen bereitzustellen, bei denen eine komplette Elektrifizierung auf lange Sicht nicht die optimale Lösung darstellt.
Der synthetische Dieselkraftstoff HVO (hydriertes Pflanzenöl) ist dabei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung. Viele MTU-Motoren von Rolls-Royce sind bereits für den Einsatz dieses nachhaltigen Kraftstoffs zugelassen. HVO ermöglicht bis zu 90% CO2-Reduktion, verringert Partikel- und Stickoxid-Emissionen und schont den Motor. Es kann aus hydriertem Pflanzenöl und Abfallstoffen aus Gastronomie und Lebensmittelindustrie im industriellen Maßstab hergestellt werden.
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