Mitas baut Reifensortiment aus

Mitas baut sein Reifensortiment bis Ende 2024 um 19 neue Grössen und Designs aus.

09.10.2024

Mitas baut sein Sortiment an Landwirtschaftsreifen bis Ende 2024 um 19 neue Grössen und Designs aus, wie das Unternehmen im Rahmen einer Medienorientierung im Werk im tschechischen Otrokovice bekannt gab. Ein erheblicher Teil dieser neuen Produkte basiert auf der VF-Technologie, die bei gleichem Reifeninnendruck eine höhere Tragfähigkeit oder bei gleicher Tragfähigkeit geringere und somit bodenschonendere Reifeninnendrücke zulässt. Dieser Sortimentsausbau betrifft die Reifentypen «HC 1000» für selbstfahrende Feldspritzen, «HC 2000» für Hochleistungstraktoren und «HC 3000» für Erntemaschinen sowie andere landwirtschaftliche Spezialfahrzeuge. In diesem Segment habe man mit den Marken der Muttergesellschaft Yokohama TWS, so das Unternehmen, in Europa einen Marktanteil von rund 50%. Weiter wird Mitas eine weitere Version der Reifenserie «Agriterra 02» mit der VF-Konstruktion anbieten («Soil Protector»-Version).
Yokohama TWS mit den Marken «Mitas», «Trelleborg», «Cultor» und «Maximo» hat in den letzten Jahren erhebliche Mittel in die Modernisierung des Werks Otrokovice investiert. Die Rede ist von gegen 40 Mio. Euro, die insbesondere in die weitere Automatisierung der Produktion geflossen sind. Die jüngste Investition ist eine neue, automatisierte Roboterlinie zur Herstellung der Wulstkerne. Ein wichtiger Teil des Reifenwulstes, der dafür sorgt, dass der Reifen fest und sicher in der Felge sitzt. «Der Nutzen der neuen Technologie liegt in der Automatisierung und Verknüpfung der drei Vorgänge bei der Herstellung von Wulstkernen. Bisher wurde jeder dieser Vorgänge separat durchgeführt. Dank dieser Investitionen ist man nicht nur schneller, sondern es wird auch durchwegs die gleiche, hohe Qualität erreicht», heisst es bei Mitas.
Weiter hat Yokohama TWS konzernweit Anstrengungen unternommen, um den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Allein im Jahr 2023 habe man 25% der CO2-Emissionen und 19% des Wasserverbrauchs reduzieren können. Zudem würden aktuell 65% der verwendeten Rohstoffe aus erneuerbaren Quellen stammen.
In Sachen Forschung und Entwicklung arbeitet man bei Mitas intensiv mit der Tomas-Bata-Universität in Zlin (CZ) zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit sind kürzlich unter Zuhilfenahme von künstlicher Intelligenz futuristisch anmutende Reifen entstanden, die möglicherweise dereinst Eingang in die Serienfertigung finden werden.