Insektenschonendes Mähen: Neue Erkenntnisse

Eine Studie der deutschen Universitäten Tübingen und Hohenheim-Stuttgart kommt punkto Insektenschonung beim Mähen zu überraschenden Erkenntnissen.

16.07.2025

Spezielle Vergrämungstechniken können dazu beitragen, den Verlust an Insekten und Spinnen beim Mähen von landwirtschaftlich genutztem Grünland möglichst gering zu halten. Zu diesem wenig überraschenden Ergebnis kommen Forschende im Projekt «InsectMow» der Universitäten Tübingen und Hohenheim in Stuttgart. Als besonders effektiv erwies sich eine Vorrichtung, die − vor dem Mähwerk angebracht − die Tiere regelrecht wegbläst. 
Bei der Frage, wie Grünland möglichst biodiversitätsschonend gemäht werden kann, 
kamen die Forschenden zu einem überraschenden Ergebnis: «Wir konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden gängigsten Mähtechniken Balken- oder Rotationsmäher feststellen», so der Projektleiter Professor Johannes Steidle von der Universität Hohenheim.  «Wir konnten in der Praxis keinen Hinweis finden, dass der Balkenmäher, der oft als die umweltfreundlichere Alternative eingestuft wird, schonender für Insekten und Spinnen ist als der Scheibenmäher“» fasst er die Ergebnisse zusammen. Die Mahd mit beiden Geräten hatte ein ähnliches Ergebnis: «Im Vergleich zu den ungemähten Kontrollen, fanden wir im Durchschnitt 34% weniger Individuen in den mit dem Balkenmäher gemähten Parzellen und 36% weniger in den mit dem Scheibenmäher gemähten Flächen». Zu einem ähnlichen Ergebnis kam bereits eine 2023 veröffentlichte Studie aus Oberösterreich, die ebenfalls nur geringe Unterschiede zwischen Messerbalken und Rotationsmähwerken feststellte.  eng