Besser bewässern mit einheitlichen Daten
Die Schweiz hat kaum Zahlen zur Wassernutzung in der Landwirtschaft. Diese sind oft lückenhaft. Eine zentrale Datenbank könnte weiterhelfen, schreibt die HAFL im Bericht zum BAFU-Projekt «SwissIrrigationInfo».
24.06.2023
Das Wasserschloss Schweiz – mit sechs Prozent der Süsswasserreserven Europas – hat kaum Erfahrung mit Bewässerung und die Zahlen zur Wassernutzung in der Landwirtschaft zeigen sich oft «heterogen und lückenhaft». Zu diesem Schluss kommt die Hochschule HAFL in Zollikofen im BAFU-Projekt «SwissIrrigationInfo». In diesem Projekt hat die HAFL Daten aus 17 Kantonen zur landwirtschaftlichen Bewässerung zusammengestellt.
Die Zahlen zur Wassernutzung in der Landwirtschaft zeigen sich oft «heterogen und lückenhaft», wie das Projektteam in Zusammenarbeit mit Agroscope feststellt. So werden etwa Daten zur Bewässerung pro Kanton erfasst und nicht pro Gewässerraum. «Um aber Trends im Wasserverbrauch frühzeitig zu erkennen, sind aussagekräftige schweizweite Daten unabdingbar», so Agronomin und Projektleiterin Andrea Marti von der HAFL.
Das Projektteam schlägt vor, eine zentrale Datenbank zu schaffen, um die Datenerfassung und -analyse zu standardisieren. Grossen Nutzen für die kantonalen Stellen hätten dabei Infos zur bewässerten Fläche und Kultur, Bedarf pro Kultur, zu effektiven Entnahmemengen und zum Wasserdargebot. Sie würden beispielsweise bei der Vergabe von Nutzungsrechten helfen. Ziel ist es, in Zukunft das kostbare Gut Wasser zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen. Nun werden gemäss Projektleiterin Andrea Marti verschiedene Varianten für die künftige Datenerfassung geprüft. röt

