D: VDMA Landtechnik fordert Krafstoffwende

Der VDMA Landtechnik fordert im Rahmen der aktuellen Agrardiesel-Debatte in Deutschland den Umstieg auf alternative Kraftstoffe. Technologisch gesehen, würden längst alle Optionen auf dem Tisch liegen.

18.01.2024

Seit einigen Wochen läuft in Deutschland eine hitzige Debatte zum Agrardiesel. Nun hat sich auch der VDMA Landtechnik zu Wort gemeldet. Der Branchenverband der deutschen Landtechnik-Hersteller fordert eine politische Unterstützung für eine Kraftstoffwende in der Landwirtschaft. «Wer über Agrardiesel spricht, begibt sich unmittelbar in eine politisch wie gesellschaftlich hochbrisante Debatte um Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit», sagt Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik. Dabei müsse klar sein: Im Ackerbau seien flüssige wie gasförmige Energieträger auch in Zukunft nicht substituierbar. Schliesslich sei der Leistungsbedarf entlang der gesamten landwirtschaftlichen Produktionskette immens. «Elektrische Antriebe sind in der Breite auf absehbare Zeit keine Alternative», hält der VDAM Landtechnik-Geschäftsführer fest.

«Was wir stattdessen ohne Zeitverzug einleiten müssen, ist eine effektive Kraftstoffwende, die politisch vollumfänglich unterstützt wird. Denn jetzt kommt es darauf an, schnell zu sein und auf verfügbare Lösungen zu setzen. Doch wie lässt sich das konkret realisieren? Technologisch gesehen, liegen längst alle Optionen auf dem Tisch. Moderne Landmaschinen und Traktoren lassen sich schon heute segmentübergreifend mit klimaneutralen, alternativen Kraftstoffen betreiben», sagt Ehrhard. Ganz besonders würden sich biogene Kraftstoffe aus hydrierten Pflanzenölen anbieten. «Unter der Bezeichnung HVO 100 sind diese bereits vielerorts marktgängig. Sie sorgen dafür, die CO2-Emissionen im Vergleich zu fossilem Diesel um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. Ein besserer und schnellerer Beitrag zum Klimaschutz ist kaum zu haben.»

Bild: Greenpoint