Agrotec Suisse: «Ja» zum Ausbau des Bildungszentrums
An der Fachverbandsversammlung von Agrotec Suisse sagten die Stimmberechtigten «ja» zur Erweiterung des Campus am Bildungszentrum im bernischen Aarberg.
11.11.2023
Agrotec Suisse, Fachverband der Schweizer Landmaschinen-Händler und -Werkstätten, fällte an der Fachverbandsversammlung einen weitreichenden Beschluss zur Erweiterung des Campus am Bildungszentrum des Dachverbands AM Suisse im bernischen Aarberg. Trotz Bedenken aus der Ostschweiz – es gingen zwei Einträge dazu ein – diesbezüglich nochmals eine generelle Auslegeordnung zu machen und den Entscheid zu verschieben, stimmten die Delegierten dem Antrag des Vorstandes zu, für dieses Projekt CHF 2,1 Mio. in die Stiftung «Bildungszentrum Aarberg» einzuschiessen. Damit soll die Aus- und Weiterbildung der Land- und Baumaschinenmechaniker sowie der Motorgerätemechaniker weiter verbessert und zudem bessere Möglichkeiten hinsichtlich Verpflegung und Unterkunft vor Ort geschaffen werden.
Einer der wichtigsten Punkte im Arbeitsprogramm ist die Erarbeitung der Strategie 2025–2029, inklusive Nachfolgeplanung von Vorstands- und Kommissionsmitgliedern. Ein Fokus der technischen Kommission des Verbands liegt auf der Beobachtung neuer Technologien im Markt, wie alternative Antriebe, Robotisierung und Elektrifizierung in der Landwirtschaft oder auch die Partikelmessung von Abgasen An der Agrama 2024 will der Verband einen «Unternehmerpreis Agrotec Suisse» vergeben, mit dem Unternehmen und deren Protagonisten, die in der Landtechnik herausragende Leistungen erbringen, gewürdigt werden sollen. Unter dem Namen «go4future» wurde die Revision der Grundausbildungen vorgestellt. Erstmals wurden mehr als 500 Lernende in den Berufen Landmaschinen-, Baumaschinen- und Motorgerätemechaniker gezählt werden – eine Steigerung von über 20 % in den letzten vier Jahren. Ein Problem ist, dass viele Lernende nach der Ausbildung in andere Branchen abwandern oder die Lehrzeit nicht beenden. In Diskussion ist derzeit deshalb, die Berufsausbildung insofern zu erweitern, als dass in Ergänzung zur konventionellen vierjährigen Ausbildung auch eine «einfachere» zwei- oder dreijährige Berufslehre geschaffen wird.


