2025 praktisch durchwegs gute Ernten

Die Schweizer Landwirtschaft darf sich nach drei schlechten Jahren auf ein gutes Resultat im 2025 freuen. Die Bruttowertschöpfung dürfte laut BFS bei 5 Milliarden Franken liegen, was einer Zunahme von 9,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

19.11.2025

Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beläuft sich der Gesamtproduktionswert der Schweizer Landwirtschaft im Jahr 2025 auf 12,5 Milliarden Franken, was gegenüber 2024 einer Zunahme von 4,1% entspricht. Die Ausgaben für Vorleistungen (Futtermittel, Energie, Dünger, Unterhalt und Reparaturen usw.) liegen mit 7,5 Milliarden Franken um 0,8% höher als im Vorjahr. Die Bruttowertschöpfung, die sich aus der Differenz zwischen Produktionswert und Vorleistungen ergibt, erreicht 5,0 Milliarden Franken und somit 9,6% mehr als im Vorjahr, schreibt das BFS. Preisbereinigt entspreche dies einem Anstieg von 7,8% gegenüber dem Vorjahr.

Praktisch durchwegs gute Ernten
2025 war fast durchwegs ein gutes Erntejahr. Laut BFS steigt die Getreideproduktion im Vergleich zur dürftigen Ernte des Jahres 2024 um 47,4% an. Der Produktionswert von Trauben und Wein steigt 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 14,5% an und der Produktionswert von Zuckerrüben und Ölpflanzen, sowie von Kartoffeln steigen um +10,5%, Gemüse (+6,8%) und Futterpflanzen (+5,9%). Die tierische Produktion liegt 2025 mit geschätzten 6,2 Milliarden Franken 2,1% über dem Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Milchpreis fällt um 1,3% höher aus als 2024 und auch die Produktionsmenge nimmt leicht zu (+0,5%).

SBV: «Ein gutes Jahr reicht nicht aus»
«Die Landwirtschaft darf sich nach drei schlechten Jahren auf ein gutes Resultat im 2025 freuen», schreibt der Schweizer Bauernverband SBV zu den vom BFS veröffentlichten Zahlen. Doch, weil auch die Kosten sowie Anbaurisiken gestiegen seien, würden die landwirtschaftlichen Einkommen nach wie vor ungenügend bleiben. Für den Schweizer Bauernverband sei deshalb klar: «Die wirtschaftlichen Perspektiven der Bauernbetriebe müssen weiter verbessert werden, denn ein gutes Jahr auf vier schlechte reicht nicht.» Die Produzentenpreise müssen steigen, um die Kosten zu decken und um die zunehmenden Produktionsrisiken aufzufangen, fordert der SBV. «Und Sparübungen zur Sanierung der Bundeskasse dürfen nicht auf Kosten der Bauernfamilien erfolgen.» röt