Widder-Pumpe: Wasserversorgung ohne Strom
Die Widder-Pumpe machte die Wasserversorgung auf abgelegenen Alpen oder Höfen ohne Strom möglich. In einer Sonderausstellung wird dieses Gerät thematisiert.
02.06.2025
In der «Gattersagi Buchberg» (SH) ist in diesem Jahr eine Sonderausstellung zum Thema «H20» zu sehen. Die Verantwortlichen haben teilweise die noch als Unikate erhaltenen Utensilien zusammengetragen und in die Ausstellung eingebaut. Dabei wird auch die Widder-Pumpe vorgestellt. Dieses System ist in der Lage, ohne Energie und nur mit der Fliesskraft vom Wasser dieses zu pumpen. Dafür benötigt man eine Leitung mit durchfliessendem Wasser. An dieser Leitung sind auf kurzer Distanz zwei Ventile nötig, um den Pumpbetrieb zu bewerkstelligen. Dieses Prinzip wurde vor rund 250 Jahren erfunden und machte es damals möglich, dass beispielsweise in Dörfern, wo die Quellen unterhalb des Dorfes lagen, ein Teil des Quellwassers hinaufgepumpt werden konnte. Es sicherte aber auch die Wasserversorgung von abgelegenen Höfen oder auch von Alpen mit frischem Trinkwasser aus tiefer gelegenen Quellen. Anhand des Originals (auf dem Bild links) und eines Modells (rechts) wird die Funktionsweise dieses einzigartigen Systems für die Wasserförderung in darüber gelegene Höhen vorgestellt. RoMü

