Weniger Traktoren – mehr Umsatz

2023 war der Weltmarkt für Traktoren stückzahlmässig rückläufig, aufgrund höherwertiger Ausrüstung aber in Sachen Umsatz gewachsen.

26.06.2024

Die Gesamtzahl der verkauften Traktoren soll sich 2023 auf etwa 2,2 Mio Stück belaufen, was einem Rückgang von 8% gegenüber dem Vorjahr entspricht, teilt der italienische Herstellerverband FederUnacoma mit. Der Umsatz ist jedoch aufgrund höherwertiger Ausstattung der Maschinen auf 57 Mrd. US-Dollar gestiegen, ein Plus von 2% gegenüber 2022. Zu den Traktoren kommen 73 Mrd. US-Dollar für andere Arten von Maschinen (+2%) und 34 Mrd. US-Dollar für einzelne Komponenten (+5%) hinzu. Insgesamt beliefen sich die weltweiten Einnahmen für Landmaschinen auf 164 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 3% gegenüber 2022 entspricht.
In Indien wurden zum Jahresende insgesamt 915’000 Traktoren verkauft, was dem Rekordvolumen von 2022 entspricht, während in China mit rund 380’000 Einheiten ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr (-28%) zu verzeichnen war. Dieser Rückgang verdeutlicht den zyklischen Charakter des dortigen Marktes, der auch stark von der staatlichen Förderpolitik beeinflusst wird. In den Vereinigten Staaten wurden insgesamt 250’000 Traktoren abgesetzt, was einem Rückgang von 8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Europa verzeichnete insgesamt 158’000 Traktoren (-5%). Auf dem kontinentalen Markt sind von Land zu Land unterschiedliche Ergebnisse zu verzeichnen. Frankreich zeigt mit einem Anstieg von 2% auf 36’400 zugelassene Traktoren eine gegenläufige Tendenz, und Deutschland bleibt mit 28’900 Einheiten stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen ist der italienische Markt mit 17’600 Einheiten um 13% zurückgegangen, und der spanische Markt verzeichnete mit 7’700 Einheiten einen noch stärkeren Rückgang von 18%.
Neben den vier grossen Märkten Indien, China, Vereinigte Staaten und Europa zeigen die einzelnen Länder unterschiedliche Trends: Die Türkei wächst um 16% und erreicht fast 78’000 Traktoren, Kanada bleibt bei 28’000 (-10%) stehen und Russland verzeichnet 36’000 verkaufte Einheiten, eine Zahl, die den Zulassungen des Vorjahres entspricht. Die Verkäufe in Japan bleiben mit 34’000 Einheiten im Wesentlichen unverändert.
Die Rückgänge der Getreideproduktion in der Ukraine und in Russland werden tendenziell durch Steigerungen in Brasilien, Australien oder Indien ausgeglichen. Daraus könnte sich auch für den Maschinen- und Technologiemarkt eine neue «Geografie» ergeben, schreibt FederUnacoma weiter.