Weniger Neutraktoren, mehr Arbeit für Werkstätten
Die Zahl der neu zugelassenen Traktoren in der Schweiz ist rückläufig. Während 2016 noch 2203 Traktoren neu immatrikuliert wurden, rechnet Agrotec Suisse für 2026 mit rund 1640 Einheiten – und bezeichnet diese Hochrechnung bereits als optimistisches Szenario.
03.10.2026
«Der gesamte Traktorenbestand ist der Schweiz steigt von knapp 140'000 Fahrzeugen in 2016 auf voraussichtlich rund 147'500 Traktoren im Jahr 2026», heisst es bei Agrotec Suisse. Die Maschinen blieben länger im Einsatz. Gründe dafür seien unter anderem der Strukturwandel in der Landwirtschaft, höhere Anschaffungskosten für Neumaschinen und wirtschaftliche Unsicherheiten. Obwohl in den vergangenen zehn Jahren etwa jeder zehnte Landwirtschaftsbetrieb verschwunden sei, sei die bewirtschaftete Nutzfläche nahezu konstant geblieben.
Für die Landtechnikbetriebe eröffnet diese Entwicklung gemäss Agrotec Suisse zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten im Service- und Reparaturbereich. Ältere Maschinen benötigen häufiger Ersatz- und Verschleissteile sowie Wartungs- und Reparaturarbeiten. Gleichzeitig verlangt die technische Komplexität der Traktoren auch im Alter eine professionelle Diagnose und entsprechend qualifizierte Fachkräfte. Die Werkstatt gewinnt damit gegenüber dem rückläufigen Neumaschinengeschäft an Bedeutung.
Fazit: Nicht allein die jährlichen Neuzulassungen sind für die Branche entscheidend. Relevant ist auch der wachsende und alternde Gesamtbestand an Traktoren – nach dem Motto des Beitrags: «Neuzulassungen von heute sind die Reparaturen von morgen.» eng


