Vor 25 Jahren wütete Orkan Lothar

Lothar kam am Stephanstag 1999. Der Orkan sorgte vor 25 Jahren für grosse Schäden in den Wäldern und an Gebäuden.

24.12.2024

Es sind die Ereignisse, an die sich jeder zurückerinnert und ein jeder weiss, wo er an diesem Tag gewesen war. Der Orkan «Lothar» am Stephanstag 1999 ist ohne Zweifel ein solches Ereignis. In diesem Jahr jährt sich das Jahrhundert-Ereignis zum 25. Mal.  Am Morgen des 26. Dezembers 1999 fegte «Lothar» über die Schweiz und warf 14 Millionen Kubikmeter Holz zu Boden, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL schreibt. Bei den Aufräumarbeiten kamen laut der Forschungsanstalt weitere 17 Waldbesitzer ums Leben, dazu zwei Personen in öffentlichen Forstbetrieben. Der gesamte Schaden wurde in den Jahren danach vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf 1,35 Milliarden Franken beziffert, 600 Millionen Franken für Bauten und 750 Millionen Franken für den Wald. Insgesamt wurden zwei Prozent der Bäume in der Schweiz umgeworfen oder umgeknickt.

Der Schweizer Wald ist 25 Jahre nach dem Sturm «Lothar» besser für ein solches Jahrhundertereignis gewappnet. Aus der Katastrophe wurde laut der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft wichtige Lehren gezogen. Inzwischen seien Fichten im Mittelland deutlich seltener. Wie Untersuchungen der Forschungsanstalt zeigen, sind viele Wälder nach dem Sturm strukturreicher geworden, was neue Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten schuf. Es sei aber davon auszugehen, dass es früher oder später wieder zu grossen Stürmen komme, so die Forschungsanstalt.

Das Bild zeigt das Lothar-Denkmal auf dem Hubel bei Lohn-Ammannsegg im Kanton Solothurn.