Ultraflache Stoppelbearbeitung fördert den Auflauf

Nach der Rapsernte spielt die Stoppelbearbeitung eine wichtige Rolle für das Management von Ausfallraps. Versuche des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen zeigen, dass eine Bearbeitungstiefe von höchstens 2 cm den Feldaufgang deutlich begünstigt und damit die anschließende mechanische Bekämpfung erleichtern kann.

24.07.2026

Mit Beginn der Rapsernte rückt auch das Nacherntemanagement in den Fokus. Ziel ist es, möglichst viele ausgefallene Rapssamen zum Keimen anzuregen, um die aufgelaufenen Pflanzen anschliessend gezielt mechanisch oder chemisch zu beseitigen. Fachleute empfehlen dafür eine möglichst flache Bodenbearbeitung. Werden die Samen tiefer eingearbeitet, können sie in eine sekundäre Keimruhe fallen und über Jahre im Boden überdauern.
Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen hat verschiedene Geräte für die ultraflache Stoppelbearbeitung miteinander verglichen. Dabei wurden unter anderem eine Kurzscheibenegge, eine Grossfederzinkenegge, ein Strohstriegel, eine Messerwalze, ein Mulcher sowie der Rotationsschleifer «Grindstar» von Saphir untersucht. Nach Angaben des Herstellers Saphir erzielte der «Grindstar» in den Versuchen die höchsten Auflaufraten bei Ausfallraps. Dies erleichtere die anschliessende Bekämpfung der aufgelaufenen Pflanzen und könne dazu beitragen, den Samenvorrat im Boden zu reduzieren.
Die Versuche unterstreichen die wachsende Bedeutung einer ultraflachen Bodenbearbeitung. Neben einer besseren Feldhygiene sollen dadurch auch Durchwuchsraps in Folgekulturen sowie der Krankheits- und Schädlingsdruck verringert werden. Gleichzeitig wird der Bodeneingriff auf ein Minimum reduziert. eng