Tödliche Unfälle in der Landwirtschaft 2025
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) und Agriss erfassten im Jahr 2025 22 tödliche Personenunfälle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft aus Medien- und Polizeiberichten.
25.01.2026
Von den 22 erfassten tödlichen Unfällen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft ereigneten sich laut BUL deren 17 von arbeitenden Personen während landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Bei einem Ereignis kam ein Kind und bei fünf Ereignissen Drittpersonen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Aktivitäten ums Leben. Dies sind drei Todesfälle weniger als im Vorjahr (2024: 25). Im Mittelwert wurden in den Jahren 2016 – 2025 28 tödliche Unfälle pro Jahr erfasst. Die Meldungen zeigen zudem, dass jährlich eine beträchtliche Zahl von Personen bei landwirtschaftlichen Arbeiten teilweise sehr schwer verunfallt. Das jüngste Unfallopfer war 8 Jahre alt, das älteste 91. Sieben der verunglückten Personen waren über 65 Jahre alt und somit bereits im Rentenalter.
Der Arbeitsalltag in der Landwirtschaft ist mit vielen Gefahren verbunden. Entscheidend ist, wie man die Risiken einschätzt und mit den Gefahren umgeht. Unfallauswertungen zeigen immer wieder, dass bewusst oder unbewusst hohe Risiken eingegangen werden. Die Kampagne «Risiko runter!» setzt hier an und will Betriebe für die Gefahren sensibilisieren, die im Arbeitsalltag leicht übersehen werden. Ein weiterer Präventionsschwerpunkt ist die Massnahmenumsetzung nach dem «STOP-Prinzip». Dabei geht es darum, erkannte Risiken systematisch zu beurteilen und Massnahmen konsequent in der Reihenfolge Substitution (=Ersatz), Technische Massnahmen, Organisation und Personenbezogene Massnahmen umzusetzen, damit Gefahren möglichst wirksam und nachhaltig reduziert werden. eng / Bild: Kapo SH


