Strassenabmessungen: RTS info greift das Thema auf
Die Tagesschau des Westschweizer Fernsehens hat kürzlich das Thema «Strassendimensionen und landwirtschaftliche Maschinen» aufgegriffen.
19.05.2026
Die Frage nach den «Abmessungen von Strassen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen» wird bereits seit einiger Zeit diskutiert. In den 19.30-Uhr-Nachrichten vom Montagabend, 18. Mai, zeigte das Westschweizer Fernsehen RTS einen Bericht, der sich mit den Verkehrsproblemen befasste, mit denen Landwirte bei bestimmten Strassenausbauten immer wieder mit grossen landwirtschaftlichen Maschinen konfrontiert sind. Die Sektionspräsidenten von Landtechnik Schweiz aus dem Kanton Waadt, Yannick Chambaz, und aus Genf, Maxime Dethurens, erläuterten im TV-Beitrag die Schwierigkeiten, denen sie beim Verkehr in der Nähe ihrer Betriebe begegnen, wenn die gesetzlich zulässigen Abmessungen beim Strassenbau nicht berücksichtigt werden.
Landtechnik Schweiz setzt sich dafür ein, dass diese Besonderheiten von den politischen Entscheidungsträgern berücksichtigt werden, und hat kürzlich ein Merkblatt mit den Schleppkurven verschiedener landwirtschaftlicher Fahrzeuge und Gespanne veröffentlicht. Das Dokument wurde insbesondere an alle kantonalen Tiefbauämter verteilt, um den Bedürfnissen besser Rechnung zu tragen.
Der Sprechtext im Beitrag in deutscher Sprache:
In der Schweiz wird deutlich, wie oft die Strassen für Traktoren oder landwirtschaftliche Maschinen zu schmal sind. Die Bauern beklagen eine Strassen- und Stadtplanung, die sie schlichtweg ausser Acht lässt. Ein Bericht von Ferial Mastieri.
Es ist eine Übung von höchster Präzision. Am Steuer seines 3,5 m breiten Mähdreschers und auf immer schmaler werdenden Strassen. Oft ist man auf den Strassen auf 3,5 m beschränkt, selten sind sie breiter als 3,5 m. Und unsere Maschinen sind an den Reifen 3,5 m breit, am Rückspiegel sogar 4 m.
Ich bin gezwungen, sie zu überfahren. Wenn es zu einem Unfall kommt, sind wir die Schuldigen. Im Kanton Genf darf landwirtschaftliche Fläche nicht mehr umgewidmet werden. (Maxime Dethurens)
Daher zählt jeder Zentimeter. Fahrräder, Trams, Autos – die grossen Traktoren kommen da nicht mehr zurecht. Ein täglicher Kampf, aber dazu kommen noch die wirtschaftlichen Kosten.
Die Reifen, meine eigenen, habe ich letzte Saison gewechselt. Das hat mich fast 11'000 Franken gekostet. Weil ich ständig die Bordsteine auf beiden Seiten streife, nutzen sie sich ab.
Sobald das Unvermeidliche eintritt, müssen sie ausgetauscht werden. Die kantonalen Behörden versichern ihrerseits, einen Mindestdurchgang von 3,70 m zu gewährleisten. Aber die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer muss gewährleistet sein. Sobald eine Verkehrsinsel erforderlich ist, wird sichergestellt, dass ein 3,50 m breites Fahrzeug passieren kann.
Und gegebenenfalls kann das landwirtschaftliche Fahrzeug den Gehweg benutzen. Das erfordert natürlich bei reduzierter Geschwindigkeit Rücksichtnahme und Anstand. Langsamer fahren, warum nicht, aber dieser Landwirt ist unnachgiebig.
Hier werden diese grossen Fahrzeuge bald nicht mehr durchkommen. Hier ist die Bushaltestelle, die derzeit 4,50 m breit ist. Und diese soll auf 3,50 m reduziert werden. Und wir können unseren Bauernhof sehen, der direkt gegenüber liegt. Er hat bereits Einspruch eingelegt, fordert aber vor allem die kommunalen und kantonalen Behörden auf, diese besser zu berücksichtigen. (Yannick Chambaz)
Also, 3,70 m – ich bin mir nicht sicher, ob es auf allen Strassen in unserer Gegend 3,70 m breit ist. Und 3,70 m – das ist sehr kompliziert, wenn man mit einer Maschine fahren will, die 3,50 m breit ist. Oft schieben sie sich gegenseitig die Verantwortung zu.
Ich denke, wir sollten uns lieber vor Ort treffen, um tatsächlich zu sehen, was machbar ist, anstatt hinter Computern zu sitzen und uns auf eine von der KI erstellte Route zu verlassen. Im Kanton Waadt wurde von Landtechnik Schweiz eine Interpellation eingereicht, um ihren Bedürfnissen auf den Strassen besser Rechnung zu tragen.

