Puure–Höck im Zeichen der Landtechnik
Am 4. «Puure-Höck» des ZBV in Rutschwil referierte Werner Salzmann, Präsident von Landtechnik Schweiz, unter anderem über zukünftige Landtechnik und auch über die Neuorganisation der Zürcher Sektion von Landtechnik Schweiz.
07.08.2025
Der 4. «Puure-Höck» des Zürcher Bauernverbandes (ZBV), der am Mittwoch auf dem Hof der Familien Berger und Kyburz in Rutschwil (ZH) stattfand, war mit rund 400 Teilnehmern ein Erfolg. Gastreferent war Werner Salzmann, Ständerat (Kanton Bern) und Präsident von Landtechnik Schweiz und angesprochen wurde an diesem Abend auch die Neuorganisation der Zürcher Sektion von Landtechnik Schweiz. Seit anfangs Jahr ist diese Teil vom Zürcher Bauernverband, indem deren Aktivtäten und administrativen Bereiche entsprechend integriert worden sind. Die Führung steht einer Fachkommission zu, welche vom Hüniker Kantonsrat Urs Wegmann geführt wird. Bezüglich der Neuorganisation der Zürcher Sektion zeigte sich Werner Salzmann für dieses Experiment offen. Wichtig sei dabei die Mitgliedschaft. «Wenn alle aktiven Bauern Mitglied im Verband sind, kann dieser als starker Vertreter für die Interessen der Landtechnik auftreten», betonte er.
Eine grosse Herausforderung für die produzierende Landwirtschaft sieht Salzmann beim Pflanzenschutz, wo das Regelwerk immer engmaschiger und anspruchsvoller wird, weil die Kritik am Pflanzenschutzeinsatz steigt. Es dürfe nicht die ganze Branche unter Generalverdacht gestellt werden, sagte Salzmann vor den Zürcher Bauern.
Vermehrt kommen für landwirtschaftliche Arbeiten selbstfahrende und unbemannte Roboter zum Einsatz. Doch diesen ist das Fahren auf dem öffentlichen Grund oder das Verschieben von einer zur anderen Parzelle über Strassen ist aus rechtlichen Gründen untersagt. Hier sieht Salzmann grosse Lücken. «Bei den Agrarrobotern hat die Gesetzgebung grossen Nachholbedarf», so der Präsident von Landtechnik Schweiz. Eine Lösung sei, solche Maschinen und Geräte mittels Fernsteuerung verschieben zu können. Zugleich forderte er in Rutschwil auch mehr Geld zur Forschung in der Landtechnik. «Die Landtechnik ist für die Landwirtschaft sehr überlebenswichtig», stellte Salzmann fest. So sieht er entsprechend auch zukünftig die Digitalisierung als die Schlüsseltechnologie. RoMü


