Projekt «AgriBoost» - Elektro-Schnittstelle für Traktoren
Das Projekt «AgriBoost» der Universität Hohenheim will die Elektrifizierung bestehender Landmaschinen vorantreiben.
12.10.2026
Eine modulare Nachrüstlösung, die bestehende Traktoren hybridisiert und gleichzeitig ihre Arbeitsgeräte elektrifiziert – ohne den vorhandenen Traktor ersetzen oder umbauen zu müssen. Das ist das Ziel des Projekts «AgriBoost», das von Ingenieur Daniel Wolpert von der Universität Hohenheim in Stuttgart in diesem Sommer gestartet worden ist und das bis 2029 dauern soll. «AgriBoost» soll eine Hybrid-Einheit werden, die einen bestehenden Traktor um Batteriespeicher, elektrische Leistung und neue Schnittstellen erweitert. Diese Einheit kann den Traktor selbst elektrisch unterstützen und zugleich vorhandene zapfwellengetriebene Arbeitsgeräte antreiben. Neue vollelektrische und intelligente Geräte lassen sich perspektivisch ebenfalls integrieren.
Ziel damit ist es auch, Kraftstoff zu sparen. Gerade beim Transport können elektrische Unterstützung und Energierückgewinnung besonders wirkungsvoll miteinander kombiniert werden. «Wir können nicht darauf warten, dass Millionen funktionierende Traktoren durch neue elektrische Maschinen ersetzt werden. Wir müssen einen Weg finden, die bestehende Flotte Schritt für Schritt zu elektrifizieren und digitalisieren», sagt Daniel Wolpert. Untersützt wird das Projekt mit knapp 500'000 Euro. röt
Bild: KI-generiert, Universität Hohenheim


