Pflanzenschutz ohne Chemie

Britische Unternehmen kombinieren die 3lektrische Unkrautbekämpfung mit moderner Kamera-Steuerung.

20.07.2025

Erstmals kombinieren die britischen Unternehmen Garford und RootWave die elektrische Unkrautbekämpfung mit der einzigarti¬gen kameragesteuerten Verschiebetechnik. Dazu implementieren sie statt der Hackschare die Elektroden der «RootWave»-Technologie in die parallelogrammgeführten Scharträger von Garford. Durch die neueste Generation mit künstlicher Intelligenz gesteuerter Kamerasysteme steuern die Bodenelektroden so exakt entlang der Kulturpflanzen-Reihen. Dabei erkennt die neue Kamera-Technologie die Nutzpflanzen auch bei hohem Unkrautdruck sicher. Denn sie berücksichtigt neben dem Faktor Farbe die Pflanzenform und das Blattprofil (Grün-auf-Grün-System). So können die Unkräuter bei der elektrischen Unkrautkontrolle bereits deutlich grösser sein, als beim mechanischen Hackgang.
Das von RootWave patentierte System arbeitet mit hochfrequentem Wechselstrom (18 kHz). Dabei ist die Technologie besonders sicher für den Anwender. Bei einem Kontakt entsteht so kein gefährlicher Stromschlag. Berühren sollte man die elektrischen leitenden Komponenten allerdings nicht, denn es besteht die Gefahr von Verbrennungen. So werden auch die Unkräuter vernichtet: beim Kontakt über die Pflanzenblätter erhitzen die Bodenelektroden die Pflanzenzellen bis in die Wurzeln.
Unabhängige Tests haben belegt: Bei der elektrischen Unkrautbekämpfung mit dem hochfrequenten Wechselstrom-System bleibt die Bodenbiologie erhalten. Die Makrofauna des Bodens, Nematoden, Bakterien und Pilze werden nicht geschädigt.
Durch die Zusammenarbeit des Hacktechnik-Spezialisten Garford und RootWave mit seinem elektrischen Unkrautbekämpfungssystem entsteht eine Allianz rund um die absolut neue «eWeeding-Technologie». Diese schafft eine leistungsstarke Unkrautbekämpfung vor dem Hintergrund finanziel-ler und ökologischer Vorteile. eng