Neue Farbfilter-Solarpanel-Technologie für Gewächshäuser
Farbige Module mit cleverem Filter: Eine neuartige Solaranlage aus der Schweiz ermöglicht bei Gewächshäusern die Stromproduktion und lässt dabei gleichzeitig genügend Licht für das Wachstum der Pflanzen durch.
16.06.2025
Bei der Firma Meier Gemüse AG in Rütihof Baden im Kanton Aargau wurde auf einem Gewächshaus eine neuartige Solaranlage installiert, die auf einer innovativen Filtertechnologie basiert und die die weltweit die grösste ihrer Art ist. Die Solaranlage kann die Lichtwellen, die zur Stromerzeugung genutzt werden, mit farbigen Modulen gezielt herausfiltern und auf Solarpanels umleiten, während das für das Pflanzenwachstum relevante Licht ungehindert ins Gewächshaus gelangen kann. So lassen sich Tomaten anbauen und gleichzeitig erneuerbare Energie erzeugen – ohne Einbussen beim Ertrag. Entwickelt wurden die lichtdurchlässigen Photovoltaik-Module durch das Start-up Voltiris aus Epalinges bei Lausanne (VD) speziell für den Einsatz in der Landwirtschaft.
Die Leute von Voltiris machen sich zunutze, dass Pflanzen für die Photosynthese lediglich rotes und blaues Licht benötigen. Die Module sind beweglich und richten sich stetig gegen die Sonne aus. Durch die konkave Anordnung des Filters wird das Licht gezielt gebündelt, so dass es mit der vierfachen Intensität auf das Photovoltaik-Modul trifft. Dadurch wird ein deutlich höherer Energieertrag erzielt als bei herkömmlicher Sonneneinstrahlung.
Die neue Solaranlage bei Meier Gemüse AG erstreckt sich auf einer Fläche von rund einem Hektar. Rund 1730 Solarpaneele, deren Fläche ungefähr der Fläche von 17 Einfamilienhausdächern entspricht, liefern rund 234 kW Strom. röt (Quelle Voltiris; Bild: Kanton Aargau)


