Manitou steigert Umsatz und Gewinn
Manitou hat im ersten Halbjahr 2026 Umsatz und Ertragskraft deutlich verbessert. Vor allem die starke Nachfrage in Europa – insbesondere aus Vermietung und Landwirtschaft – sorgt für Rückenwind und veranlasst das Unternehmen, seine Jahresprognose anzuheben.
30.07.2026
Manitou erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,428 Mrd. Euro, was einem Plus von 12% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das wiederkehrende operative Ergebnis stieg um rund ein Drittel auf 87 Mio. Euro, während sich der Nettogewinn von 33 auf 51 Mio. Euro erhöhte. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge von 5,1 auf 6,1%. Auch der Auftragseingang und der Auftragsbestand legten zu, sodass das Unternehmen nach eigenen Angaben über eine Produktionsauslastung von rund sechs Monaten verfügt.
Grösster Wachstumstreiber war Europa. Hier profitierte Manitou insbesondere von einer hohen Nachfrage aus dem Vermietgeschäft sowie der Landwirtschaft. Zudem gewann das Unternehmen Marktanteile bei Teleskopladern. Höhere Stückzahlen, eine effizientere Produktion und Verbesserungen im Einkauf führten zu einer deutlichen Steigerung der Profitabilität. Gleichzeitig investiert Manitou weiter in Forschung und Entwicklung sowie in die Elektrifizierung seines Maschinenprogramms. Erste elektrische Teleskoplader wurden bereits ausgeliefert. Zudem stärkt ein Joint Venture zur Batterieproduktion mit Hangcha die Versorgung mit Lithium-Ionen-Batterien.
Weniger erfreulich entwickelte sich das Geschäft in Nordamerika, wo Zölle, eine schwächere Marktnachfrage und ein intensiver Wettbewerb Umsatz und Ergebnis belasteten. Auch in den Regionen Lateinamerika, Asien-Pazifik, Afrika und Naher Osten gingen Umsatz und Profitabilität zurück. Verantwortlich dafür waren vor allem geopolitische Spannungen im Nahen Osten, Lieferverzögerungen, steigende Transportkosten sowie anhaltender Preisdruck.
Aufgrund des guten ersten Halbjahres hebt Manitou seine Erwartungen für das Gesamtjahr 2026 an. Neu rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von 6,5 bis 8,0% (bisher 5%) sowie einer wiederkehrenden operativen Marge von 5,3 bis 5,6%. Trotz des positiven Ausblicks verweist das Unternehmen weiterhin auf Unsicherheiten durch das geopolitische Umfeld sowie mögliche Belastungen bei Rohstoffpreisen und Handelszöllen. eng


