Mäusegänge mit Radar aufspüren
Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Nordwest (FHNW) will den Einsatz von Bodenradar zur Erkennung von Mäusegängen auf Landwirtschaftsflächen weiterentwickeln. Für die nächsten Entwicklungsschritte werden Partner aus Technik und Landtechnik gesucht.
27.08.2026
Mäuse können in landwirtschaftlichen Kulturen erhebliche Schäden verursachen. Ihre unterirdischen Gangsysteme erschweren jedoch eine gezielte Bekämpfung. Eine Bachelorarbeit am Institut für Sensorik und Elektronik (ISE) der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hat gezeigt, dass sich Mäusegänge mit Bodenradar (Ground Penetrating Radar, GPR) grundsätzlich erkennen lassen. Damit könnten unterirdische Gangsysteme berührungslos und grossflächig kartiert werden.
Gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg (LZL) und dem Hightech Zentrum Aargau (HTZ) möchte das ISE die Technologie nun weiterentwickeln. Im Fokus stehen insbesondere die Herausforderungen unter realen Feldbedingungen: Bodenunebenheiten, unterschiedliche Bodenfeuchtigkeit und Vegetation sowie die zuverlässige Unterscheidung von Mäusegängen gegenüber Wurzeln und Steinen.
Geplant sind die Optimierung der Messtechnik, anschliessende Feldversuche sowie die Auswertung und Interpretation der gewonnenen Daten. Ziel ist es, die Erkennungsgenauigkeit zu verbessern und gleichzeitig abzuklären, mit welchem Zeitaufwand grössere Feldflächen untersucht werden können.
Für das Projekt werden weitere Partner gesucht, insbesondere Unternehmen oder Institutionen mit Erfahrung in der Entwicklung und Anwendung von Bodenradar unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Ebenfalls erwünscht ist die Zusammenarbeit mit Landmaschinenherstellern, die sich im Hinblick auf eine spätere Umsetzung der Technologie in ein praxistaugliches Produkt einbringen möchten. eng


