Rückläufiger Markt in Frankreich

Die französische Landmaschinen-Industrie weist zum zweiten Mal in Folge einen rückläufigen Jahresabsatz aus.

04.06.2026

Die Ende Mai vom französischen Verband der Landmaschinenhersteller Axema vorgelegte Branchenbilanz bestätigt einen Rückgang im Landmaschinenmarkt, dessen Umsatz nach dem historischen Höchststand von 9,38 Mrd. Euro im Jahr 2023 nun bei 7,1 Mrd. Euro liegt. Zwei aufeinanderfolgende Jahre mit Rückgängen haben den französischen Markt auf das Niveau von 2021 gebracht, wodurch sich der kumulierte Rückgang seit 2023 auf 22% beläuft. Nach Angaben von Axema dürfte er in diesem Jahr weiter schrumpfen. Besonders betroffen sind Hersteller, die auf Maschinen für den Ackerbau und den Weinbau spezialisiert sind. Die Verkäufe von Standardtraktoren, Mähdreschern und Weinlesemaschinen erreichen historische Tiefststände. Im Gegensatz dazu halten sich die Maschinen für die Tierhaltung dank Investitionen in Milchviehbetriebe besser. Trotz dieser Rahmenbedingungen bleibt die französische Produktion im Exportbereich dynamisch: Sie profitiert von einem Anstieg der Verkäufe nach Afrika (+46 %), Osteuropa (+17 %) und Westeuropa (+11 %). Axema rechnet jedoch nicht mit einer allgemeinen Erholung vor 2027. Die Organisation setzt insbesondere auf die Elektrifizierung von Landmaschinen, die die Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren stärken dürfte.

Bild: David Targy, Direktor für Wirtschafts- und internationale Angelegenheiten bei Axema