Kuhn Group: Umsatz rückläufig, Auftragseingang zieht an
Kuhn Group hat nach den ersten neun Monaten zwar weniger umgesetzt als im Vorjahr, der Auftragseingang legte hingegen zu.
28.10.2025
Bucher Industries meldet für seine Division Kuhn Group (Landmaschinen-Hersteller mit Sitz in Saverne F) im Geschäftsbericht zum Abschluss des 3. Quartals eine deutliche Zunahme beim Auftragseingang. Dieser stieg in der Periode vom Januar bis September um 20,7 Prozent, konkret von CHF 643 Mio. auf CHF 776 Mio. Der Umsatz bei Kuhn Group in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 bleibt hingegen rückläufig mit minus 10,6 Prozent (von CHF 913 Mio. im 2024 auf CHF 816 Mio. im 2025).
Die negative Entwicklung beim Umsatz war am ausgeprägtesten in den USA, während die übrigen Märkte zuletzt ein Umsatzwachstum verzeichnet hätten, schreibt der Kuhn-Mutterkonzern Bucher Industries zum Abschluss des 3. Quartals. Ein Problem seien die Zölle. Die erhobenen Zusatzzölle würden sich zunehmend in steigenden Einkaufspreisen bemerkbar machen. Kuhn Group arbeite deshalb weiterhin an der Optimierung der Kosten. Anpassungen bei den Kapazitäten seien vor allem in den USA vorgenommen worden.
Zu den steigenden Auftragseingängen schreibt der Konzern, dass sich die Investitionsbereitschaft der Landwirte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 insgesamt verbessert hätten. Die verschiedenen Regionen hätten sich jedoch sehr unterschiedlich entwickelt. In Europa normalisierten sich die Lagerbestände bei den Händlern und die positiveren Wetterbedingungen führten zu mehr Zuversicht und einer gestiegenen Nachfrage nach Landmaschinen. In den USA sei die Stimmung von der unsicheren Handels- und Wirtschaftspolitik weiterhin negativ beeinflusst. Insgesamt legte der Auftragseingang von Kuhn Group deutlich zu, getrieben von Europa, dem grössten Absatzmarkt der Division.
Aussichten 2025 Im aktuellen Umfeld rechnet Kuhn Group mit einem leichten Umsatzrückgang auf vergleichbarer Basis. Zudem geht die Division aufgrund der geringen Kapazitätsauslastung in den USA sowie des Einflusses der Zusatzzölle auf die Materialkosten von einer tieferen Betriebsgewinnmarge als 2024 aus. röt


