Künstliche Intelligenz für Bienenschutz

Forschende der Uni Hohenheim entwickeln ein Kamerasystem, das Biene und andere Bestäuber anhand ihres Flugmusters erkennt. Das Gerät soll Informationen für den Artenschutz liefern.

19.09.2025

Hummeln, Wildbienen und weitere Bestäuber seien für die Bestäubung von Pflanzen wichtig, würden aber immer seltener, schreibt die Universität Hohenheim in einer Medienmitteilung. Bisher mangele es jedoch an Daten dazu, wie es um die Insektenvielfalt auf unterschiedlichen Flächen steht. Diese Informationen seien erforderlich, um passende Massnahmen für den Insektenschutz ergreifen zu können. Ein Grund für diese Daten-Lücken: Gängige Methoden zur Insekten-Erfassung schaden den Tieren häufig nicht nur, sie sind auch mit einem grossen Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden. Ein Forschungsprojekt der Landesanstalt für Bienenkunde an der Universität Hohenheim in Stuttgart sowie der Hochschulen Niederrhein und Karlsruhe und dem Start-up apic.ai könnte bald ein einfaches Vorabmonitoring ermöglichen: Das interdisziplinäre Team entwickelt derzeit eine Kamera, die Bestäuber mithilfe von KI automatisch über ihr Flugmuster erfassen und klassifizieren kann. Das langfristige Ziel: Die intelligenten Kameras sollen in Zukunft auch über mehrere Tage platziert werden können und so beispielsweise Informationen über die vorhandene Insektenvielfalt auf städtischen Flächen liefern. eng