Kartoffeln sortieren mit KI

Bis zu 10 t Kartoffeln können die Maschinen von Karevo pro Stunde sortieren. Die KI-gestützte optische Erkennung erreicht dabei eine Genauigkeit von 95%.

19.08.2026

Während seines Studiums im Maschinenwesen an der Technischen Universität München entwickelte Benedikt Kessler – er ist auch einen Kartoffelbetrieb aufgewachsen – die Idee für eine automatisierte Sortiermaschine, die mit einem speziell trainierten KI-Modell arbeitet. Dieses Modell wurde mit über 100’000 Bildern trainiert und kann Schäden an Kartoffeln mit einer Genauigkeit von 95% identifizieren. Die Maschine kann Fremdkörper und sieben Defekttypen wie Fäule, Risse und Drahtwürmer erkennen. Ein besonderer Vorteil: Das funktioniert auch bei ungewaschenen Kartoffeln.
«Kartoffelsortiermaschinen sind für Kleinbetriebe häufig zu teuer, zu gross oder zu kompliziert in der Wartung», sagt Benedikt Kessler aus Erfahrung. Die Maschinen von Karevo, so heisst sein Startup-Unternehmen, sind deshalb kleiner und günstiger. Zudem sind sie modular aufgebaut. So ist die Wartung einfacher und sie lassen sich in bestehende Anlagen integrieren. Kessler: «Ich habe die Maschine entwickelt, die mir auf dem Kartoffelbetrieb meiner Eltern die Knochenarbeit abgenommen hätte.» eng
Bild: Das Gründungsteam von Karevo: Johannes von Wittke, Benedikt Kessler und Felix Beck.