Neuheiten von John Deere rund um die Fütterung

John Deere präsentiert dieser Tage die neuen Feldhäcksler der Baureihen «F8» und «F9» mit innovativen Vorsätzen, neue Rundballenpressen sowie in Kooperation mit DeLaval und DSM den Ausbau des vor zwei Jahren lancierten «Milk Sustainability Center».

16.09.2025

John Deere lädt dieser Tage die Fachpresse nach Holland ein, um einige Neuheiten rund um die Futterernte und die Milchviehhaltung zur präsentieren. So werden dien die neuen Feldhäcksler der Baureihen «F8» und «F9» vorgestellt, die mit neuer Kabine und überarbeiteter Bedienung aufwarten. Die Modelle der «F8»-Baureihe werden von John-Deere-Motoren des Typs «JD14X» mit 425 bis 645 PS angetrieben und verfügen über eine 660 mm breite Messertrommel. Bei den kleineren Modelle der «F9»-Serie kommen «JD18X»-Motoren zum Einsatz mit Leistungen von 700 bis 820 PS, während bei den stärksten Modellen ein «V12»-Aggregeat von Liebherr mit 24 l Hubraum verbaut wird, das 890 respektive1020 PS leistet. Die Messertrommel bei den «F9»-Modellen misst 830 mm.
Neu sind die Vorsätze der Serie «400 Pro Multicrop» von Kemper, bei denen das Stützrad für die Strasse so integriert ist, so dass kein Transportrad mehr gekuppelt werden muss. Das per Gummipuffer gefederte Rad, das sich frei um 360° drehen kann, klappt während der Arbeit über den Vorsatz. Der Wechsel zwischen Transport- und Erntemodus erfolgt damit ohne absteigen und ohne einen Stellplatz für das Stützrad suchen zu müssen. Bei den ersten Prototypen dauerte die Klappung etwa 50 Sekunden. Das Stützrad wird laut John Deere ab 2027 in Serie angeboten. Damit die beiden Räder während der schnellen Straßenfahrt nicht schlingern, gibt es eine Reibbremse, die das Rad und dessen Drehung stabilisiert.
John Deere erneuert auch sein Sortiment an Rundballenpressen. Alle Modelle nutzen das Isobus-Kommunikationsprotokoll, was die Dokumentation von Informationen zu Ballengrösse, Standort und optional Feuchtigkeitsgehalt in der Einsatzzentrale vereinfacht. Die drei Festkammermodelle verfügen über 18 dickere Walzen und pressen Ballen von 1,25 bis 1,35 m. Die Modelle mit variabler Kammer «V452» (Ballendurchmesser bis 1,65 m) und «V462» (bis 1,85 m) sind in den Varianten «M» und «R» erhältlich. Beide haben laut Hersteller eine höhere Leistungsaufnahme, was zu einer höheren Produktivität führt. Die «R»-Versionen können das Futter mit einer um 7 % höheren Dichte von bis zu 140 kg/m3 verdichten. Sie verfügen über eine automatische Ladeoptimierung, indem sie die Ballenpresse dank einer flexiblen Deichsel je nach Kammerfüllstand relativ zum Schwad bewegen. Ihr bekanntes Schnellentladesystem gibt den Ballen in 3 Sekunden frei. Die Festkammer-Ballenwickler «C442R» beziehungsweise die variablen Kammer-Ballenwickler «C452R» und «C462R» können auf Wunsch auch mit einem integrierten Wiegesystem ausgestattet werden. Alle neuen Modelle verfügen über eine hydraulische Messerzuschaltung von der Kabine aus und eine vereinfachte Wartung, darunter verlängerte Schmierintervalle. Die Steuerung erfolgt in der Kabine über das «G5»-Touchscreen-Terminal.
Das mit DeLaval vor zwei Jahren lanciert «Milk Sustainability Center» bekommt mit DSM-Firmenich einen weiteren strategischen Partner. Milchbauern können das «Milk Sustainability Center» nutzen, um die Nährstoffeffizienz und das Kohlendioxidäquivalent ihres Betriebs, ihrer Herde und ihrer Felder zu überwachen. Es liefert Erkenntnisse, die Landwirten helfen, die Nährstoffverwertung effektiv zu steuern und den Bedarf an manueller Dateneingabe zu reduzieren. Bereits heute können Milchbauern einen automatisierten Datenfluss von 30 Herden-, Melk- und Fütterungssoftwares zum «Milk Sustainability Center» erstellen und dabei auch ihre Berater, Händler, Tierärzte oder andere Partner zum Zugriff auf die Plattform einladen. Das «Milk Sustainability Center» ist derzeit in 13 Ländern verfügbar, jedoch noch nicht in der Schweiz. eng