JCB: Investitionen und Führungswechsel
JCB treibt seine internationale Expansion voran: Der britische Baumaschinenhersteller investiert rund CHF 110 Mio. in seinen Stammsitz in Staffordshire und eröffnet in Texas ein neues Werk für 1 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig kommt es erstmals seit mehr als 50 Jahren zu einer Veränderung an der Unternehmensspitze.
29.09.2026
JCB erzielte 2025 einen Umsatz von 5,7 Mrd. Pfund (CHF 6,3 Mrf.) und einen Vorsteuergewinn von 642 Mio. Pfund (CHF 708 Mio.). Insgesamt wurden 113'498 Maschinen verkauft. Das schuldenfreie Familienunternehmen konnte nach eigenen Angaben seinen weltweiten Marktanteil trotz stagnierender Nachfrage in Nordamerika und eines Marktrückgangs von 12% in Indien erhöhen.
Am Stammsitz in Staffordshire investiert JCB 100 Mio. Pfund (CHF 110 Mio.) in die Modernisierung der Produktion. Dazu gehört auch eine vollautomatische Pulverbeschichtungsanlage. Mit den Investitionen sollen langfristig mehr als 8000 Arbeitsplätze in Grossbritannien gesichert werden.
In San Antonio, Texas, nimmt JCB im Oktober 2026 ein neues Werk in Betrieb. Die Investition beträgt 1 Mrd. US-Dollar. Mit rund 93'000 m² Produktionsfläche wird es das grösste JCB-Werk weltweit. Dort sollen Loadall-Teleskoplader und weitere Hebetechnik für den nordamerikanischen Markt produziert werden. In den kommenden fünf Jahren sollen rund 1500 Arbeitsplätze entstehen.
Auch die Wasserstofftechnik bleibt ein Schwerpunkt. Nach einem Entwicklungsprogramm von 100 Mio. Pfund hat JCB Wasserstoff-Verbrennungsmotoren in die Serienproduktion überführt. Mit zwei seriennahen JCB-Wasserstoffmotoren erreichte der «Hydromax» auf den Bonneville Salt Flats 653,909 km/h und stellte damit nach Unternehmensangaben einen neuen Geschwindigkeitsrekord für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge auf.
Eine wichtige Veränderung gibt es zudem in der Führung: George Bamford übernimmt gemeinsam mit seinem Vater Lord Bamford den Vorsitz des Familienunternehmens. Es ist die erste Veränderung an der Spitze seit mehr als 50 Jahren. JCB beschäftigt heute weltweit mehr als 20'000 Personen in 23 Werken. eng


