GVS vor Herausforderungen

Der konsolidierte Umsatz der Genossenschaft GVS sank 2025 von CHF 311 Mio. auf rund CHF 302 Mio.

24.05.2026

Die Genossenschaft GVS blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 zurück, wie man dem auf der Website publizierten Geschäftsbericht 2025 entnehmen kann. Das Marktumfeld sei geprägt gewesen von hoher Volatilität, steigenden Kosten und zunehmenden regulatorischen Anforderungen. Gleichzeitig betont GVS die genossenschaftlichen Werte wie Zuverlässigkeit, Gemeinschaft, Verantwortung und Kompetenz als zentrale Grundlage für die weitere Entwicklung.
Ein wichtiger Schwerpunkt lag im Geschäftsjahr 2025 auf der Weiterentwicklung der Corporate Identity und der stärkeren Integration der verschiedenen Geschäftsbereiche unter einer gemeinsamen Marke. Gleichzeitig investierte die GVS in Employer Branding, Digitalisierung und interne Prozesse. Dazu gehörten unter anderem der Ausbau moderner IT-Strukturen, ein neues Intranet sowie Verbesserungen im Rechnungswesen und in den Führungsinstrumenten.
Finanziell blieb das Jahr jedoch anspruchsvoll: Der konsolidierte Umsatz sank von CHF 311 Mio. in 2024 auf rund CHF 302 Mio., der Bruttoertrag ging ebenfalls zurück. Das EBIT lag bei minus CHF 633'000. GVS spricht selbst von einem «Weckruf» und kündigt tiefgreifende Transformationen sowie strukturelle Anpassungen an, um das Unternehmen wieder auf ein gesundes Fundament zu stellen.

Das in der Tochterfirma GVS Agrar AG subsummierte Landmaschinen-Geschäft bewegte sich 2025 ebenfalls in einem anspruchsvollen Umfeld. Bei einem gegenüber 2024 gesteigerten Warenumsatz, jedoch gleichzeitig auch höherem Warenaufwand blieb der Bruttogewinn der Landmaschinen-Sparte mit knapp CHF 40 Mio. nahezu unverändert. Da die Abschreibungen höher als 2024 ausfielen, resultierte ein tieferes Ergebnis vor Steuern und Finanzerfolg. Der ausserordentliche einmalige und periodenfremde Ertrag, 2024 noch mit gut CHF 3 Mio. beziffert, machte 2025 noch rund CHF 700'000 aus, so dass das konsolidierte Unternehmensergebnis von GVS Agrar noch gut CHF 400'000 (Vorjahr CHF 3,9 Mio.) ausmacht.