Forschung: Minimale Bodenbearbeitung bietet viele Vorteile
Ein von 2007 bis 2020 durchgeführter Versuch zeigt: Minimale Bodenbearbeitung bietet agronomische und ökologische Vorteile.
22.10.2025
In einem Versuch in Changins (VD) haben Forscher, darunter Agroscope und FiBL, die Auswirkungen der Direktsaat auf den Ertrag von Winterweizen und die Bodenfruchtbarkeit 13 Jahre nach der Aussaat auf tonigen Boden und auf lehmigen Boden untersucht und mit den Auswirkungen von minimaler Bodenbearbeitung (5–8 cm Tiefe), oberflächlicher Bodenbearbeitung (12–15 cm Tiefe) und konventionellem Pflügen (20–25 cm Tiefe) verglichen.
Das Fazit des Versuchs:
- Die Direktsaat erzielte den niedrigsten Jahresertrag
- Bei der Direktsaat und der minimalen Bodenbearbeitung waren die Konzentrationen an organischem Kohlenstoff im Boden und an Kohlenstoff in der mikrobiellen Biomasse vergleichbar
- Die Vorräte an organischem Kohlenstoff im Boden und an wichtigen Nährstoffen unterschieden sich zwischen den Bodenbearbeitungsmethoden nur in den obersten 10 cm des Bodens
- Die nicht wendende Bodenbearbeitung führt zu einer Verbesserung der Bodenporosität
- Die minimalen Bodenbearbeitung bietet zahlreiche agronomische und ökologische Vorteile
- Im Versuchszeitraum 2007–2020 unterschied sich der jährliche Ertrag von Winterweizen nicht signifikant zwischen den vier Bodenbearbeitungsverfahren. Die Direktsaat zeigte allerdings den geringsten relativen Jahresertrag und die grösste Ertragsschwankung
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Bild: Agroscope


