Folien, Netze und Garne recyceln

Wer Folien, Netze und Garne recycelt, schont die Umwelt. Die Kosten für die Abgabe liegen in der Regel unter denen der Kehrichtverbrennung. Und wer will, kann eine eigene Sammelstelle eröffnen.

30.10.2023

Auf vielen Betrieben beginnt jetzt wieder die Winterfütterung. Eine Zeit, in der besonders viele Silage- und Stretchfolien sowie weitere Agrarkunststoffe anfallen. Wer Folien, Netze und Garne recycelt, schont damit nicht nur die Umwelt, er kann damit auch Geld sparen, schreiben ERDESchweiz und der Schweizer Bauernverband in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Kosten für die Abgabe hängen von Sammelstelle und Transportwegen ab, liegen in der Regel aber unter denen der Kehrichtverbrennung. Das Recycling ist also meistens – abhängig von der Distanz zur nächsten Sammelstelle – auch finanziell interessant. Die vorhandenen Sammelstellen sind online zu finden: https://www.erde-schweiz.ch/Sammelstellen

Wenn die nächste Sammelstelle weit weg ist, besteht die Möglichkeit selbst eine Sammelstelle zu eröffnen, so dass auch die Bauernbetriebe in der Umgebung von einer kürzeren Distanz profitieren. Als ERDESystembetreiber unterstützt RIGK bei der Einrichtung einer eigenen Sammelstelle, der Organisation der Sammlung und der ordnungsgemässen Dokumentation. Mehr dazu gibt es auf: https://www.erdeschweiz.ch/Mitmachen/Sammelpartner-werden.

Die gebrauchten Silofolien, Stretchfolien, Netze und Garne werden in der Schweiz und in weiteren Verwertungsanlagen in der EU recycelt. Der Vorgang der Sammlung und des Recyclings wird dabei von einem unabhängigen Prüfer bestätigt und ein Bericht erstellt, der die stoffliche Verwertung der gesammelten Kunststoffe zertifiziert. Im vergangenen Jahr konnte ERDE Schweiz rund 1800 Tonnen Kunststoffe sammeln und recyceln. Da total zwischen 6000 bis 10'000 Tonnen Folie pro Jahr anfallen, ist das Potential für das Recycling noch gross, heisst es in der Pressemitteilung. röt