Fenaco: In anspruchsvollem Umfeld stabil unterwegs

Fenaco informierte heute an der Bilanzmedienkonferenz über Details zum Jahresergebnis 2024 und über die Zukunftspläne.

13.05.2025

Die Genossenschaft Fenaco hat 2024 mit einem Nettoerlös von CHF 7,29 Mrd. das auf Vorjahrsniveau (2023: CHF 7,54 Mrd.) erwartete Ergebnis nicht ganz erreicht. Als Gründe dafür führte die Geschäftsführung neben dem schlechten Wetter die wachsenden geopolitischen Unsicherheiten, eine gedrückte Konsumentenstimmung sowie hohe Kosten für Personal, Energie und Logistik auf. Allerdings habe man Absatzmengen und Marktanteile halten, teilweise gar steigern können. Das Betriebsergebnis für 2024 (EBIT) beläuft sich auf CHF 107,2 Mio. und liegt damit auf Vorjahresniveau (2023: CHF 107,0 Mio.). Dasselbe gilt mit CHF 97,2 Mio. für das Unternehmensergebnis (2023: CHF 97,0 Mio.). Das Geschäft mit Agrartechnik reduzierte sich bei Fenaco umsatzmässig um rund 9% auf CHF 172,5 Mio., dies trotz eines Anstiegs der Traktorzulassungen der Marke «Claas» um 25% im Jahr 2024. Als Grund für den tieferen Nettoerlös in der Sparte Agrartechnik wird ein Einbruch beim Verkauf von Erntetechnik angegeben.
Vom Geschäftsgang profitieren auch die Mitglieder der Genossenschaft. CHF 35,7 Mio. fliessen an sie zurück. CHF 29,2 Mio. werden in Form von Leistungsprämien und Anteilscheinzinsen an die Landi-Genossenschaften ausbezahlt, CHF 6,5 Mio. erhalten die Mitglieder (Landwirte) über die Fenaco Erfolgsbeteiligung direkt.
Für das Jahr 2025 wird ein Nettoerlös und ein Betriebsergebnis auf dem Niveau von 2024 erwartet. «Wir stossen an Wachstumsgrenzen. Unsere Genossenschaft braucht jedoch Entwicklungsperspektiven, um strukturell rückläufige Geschäftsbereiche wie etwa die fossilen Energien zu kompensieren und langfristig erfolgreich zu bleiben», heisst es im Geschäftsbericht.
Per 1. Juli 2025 geht der Vorsitz der Geschäftsleitung von Martin Keller an Michael Feitknecht über. Pierre-André Geiser (Bild), Präsident des Verwaltungsrats, wird dann an der Generalversammlung 2026 vom 24. Juni 2026 nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidieren. An seine Stelle dürften die Delegierten dann den Waadtländer Landwirt Jean-Daniel Heiniger, bisheriger Vizepräsident des Verwaltungsrats, wählen. eng