EU fördert Innovation nicht richtig
Obschon die EU rund 1 Mrd. Euro für innovative landwirtschaftliche Projekte bereitgestellt hat, haben diese Gelder ihre Wirkung grösstenteils verfehlt.
26.02.2026
Über die gemeinsame Agrarpolitik wurde von 2014 bis 2022 von der EU und aus nationalen Töpfen 1 Mrd. Euro bereitgestellt. Vielen geförderten Projekten mangelte es aber an Innovationspotenzial oder Praxisbezug. So litten die Ergebnisse unter fehlender Berücksichtigung des Bedarfs der Landwirte und mangelnder Weitergabe. Zu diesem Schluss kommt der europäische Rechnungshof, wie er heute im Rahmen eines Online-Pressebriefings bekannt gab.
Die Prüfer empfehlen, die praktischen Bedürfnisse der Landwirte in den Vordergrund zu rücken, die Projektauswahl zu verbessern und die Ergebnisse stärker zu verbreiten, damit die gesamte Branche von Innovationen profitieren kann.
Innovation sei entscheidend, um die wirtschaftliche, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der Agrarwirtschaft zu verbessern, so João Leão, der als Mitglied des Europäischen Rechnungshofs für die Prüfung zuständig war. «Mit EU-Fördermitteln für Innovationen in landwirtschaftlichen Betrieben hätte mehr erreicht werden können. Einige Chancen wurden verpasst, weil nicht auf die praktischen Bedürfnisse der Landwirte eingegangen wurde, obwohl mit ihrer direkten Beteiligung die Erfolgsaussichten weitaus grösser gewesen wären.» eng


