Energieholz übersteigt in Zürich Nachfrage
Die Nachfrage nach Energieholz habe bereits das regionale Angebot überstiegen, stellt die Zürcher Baudirektion fest.
26.10.2023
In der Broschüre Zürcher Umweltpraxis, die von der kantonalen Baudirektion herausgegeben wird, werden mahnende Worte bezüglich der Holznutzung zur Wärmeproduktion angeschlagen. Nun doppelt die Abteilung Energie nach: «Internationale Krisen steigern die Beliebtheit von Holzheizungen. Eine neue Studie zeigt jedoch: Im Kanton Zürich gelangt bereits mehr Energieholz in Feuerungen, als auf seinem Gebiet geerntet wird, und die geplanten Anlagen übersteigen das noch ausschöpfbare Potential.»
Ähnliches hört man aus der Praxis. Zu einem Wärmeverbundprojekt in der Gemeinde Laufen-Uhwiesen hat der Gemeinderat signalisiert, dass das benötigte Energieholz trotz beachtlicher eigener Waldfläche aktuell nicht zur Verfügung stehe, weil es mit Lieferverträgen an ein Holzheizkraftwerk gebunden sei. Auch weitere Grossprojekte in der näheren Umgebung benötigen beachtliche Holzmengen. So beansprucht die Bioenergie Frauenfeld AG zur Strom-, Wärme und Pflanzenkohleproduktion rund 100‘000 Schnitzelkubikmeter. Zugleich ist ZürichHolz AG in Illnau in die Pflanzenkohleproduktion mit Wärmeproduktion eingestiegen, was ebenfalls beachtliche Holzmengen beansprucht. Ähnlich spezialisierte Betriebe gibt es auch im Zürcher Weinland, die weit über 10‘000 Kubikmeter Holzschnitzel in Energie und Pflanzenkohle umwandeln.
Bereits heute reicht das im Kanton Zürich nachwachsende Energieholz nicht mehr aus und man ist auf Importe aus den Nachbarkantonen sowie aus dem Ausland angewiesen.
RoMü


