Effizient und nachhaltig dank Präzision
Die Swiss Future Farm in Tänikon (TG) fokussierte sich im vergangenen Jahr auf die Reduktion des Mitteleinsatzes zur Unkrautregulierung und auf eine reduzierte Bodenbearbeitung.
12.06.2024
Swiss Future Farm in Tänikon (TG) steht für eine nachhaltige und praxisnahe Landwirtschaft. Erkenntnisse aus den Feldversuchen und der Einsatz modernster Technologien bilden die Grundlage für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft und werden auch in der Strategie 2030 weitergeführt. 2023 fokussierte sich der Betrieb auf die Reduktion des Mitteleinsatzes zur Unkrautregulierung und eine reduzierte Bodenbearbeitung.
Eines dieser Projekte heisst «Smart-N», das via Satelliten-Sensorik die auszubringende Düngermenge ermittelt und damit Stickstoffüberschüsse reduziert. Ein weiterer Schwerpunkt bildet das sogenannte «Strip-Till»-Verfahren. Der Boden wird in Saatreihen bearbeitet und bleibt zwischen den Reihen als Erosions- und Verdunstungsschutz bedeckt. Die eingesetzte Sämaschine mit geteiltem Tank ist auch für kleinere Traktoren geeignet. Dünger und Saatgut oder auch Samen von zwei verschiedenen Kulturen werden in einem Durchgang ausgebracht, was sich positiv auf die Bodenstabilität auswirkt.
Die Landwirtschaft nutzt den Standort Tänikon regelmässig für Aus- und Weiterbildungen im Agrarbereich. Verschiedene Tagungen zu aktuellen Themen oder auch Bildungsblöcke zum Thema «Smart Farming» prägen das Bild. Bereits zu den Stammkunden zählen die Hochschule für Agrar-, Forst und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und die ETH Zürich.
Die Farm wird partnerschaftlich vom Arenenberg sowie den beiden Firmen Agco und GVS-Agrar geführt. In diesem Jahr zieht mit der Fachhochschule «OST» eine neue Forschungsgruppe ein und wird mit den Themen «Robotic», «Remote Sensing» und intelligente Systeme die Aktivitäten optimal ergänzen.
Der komplette Jahresbericht 2023 mit allen Versuchsresultaten ist unter folgendem Link zu finden: https://swissfuturefarm.ch/jahresberichte.html


