Drei Hotspots für schnelle Reduktion von Methanemissionen

Mit diesen drei Hotspots ist die Reduktion der Methanemissionen schnell und einfach möglich.

14.03.2025

Eine neue internationale Übersichtsstudie zur Treibhausgasminderung in der Landwirtschaft identifiziert drei Hotspots, bei denen die Reduktion der Methanemissionen schnell und einfach möglich ist:

Hotspot Nr. 1 stellen Biogasanlagen dar, die aus organischen Abfällen methanreiches Biogas herstellen. Eine Studie aus England zeigt, dass Biogasanlagen im Durchschnitt 5.2 % ihrer Methanproduktion verlieren, wobei die Spannbreite 1.7−12.7 % beträgt. Da sie leicht zu kontrollieren und optimieren sind, lassen sich hier grosse Emissionen einsparen.

Hotspot Nr. 2 ist das Hofdüngermanagement. Güllesilos sind wichtige Methanemitter, weil sie Methanbakterien ein ideales Klima bieten. Mittels dichterer Abdeckungen, besserer Gasabscheidung, einer Fest-Flüssig-Trennung oder der Ansäuerung können die Emissionen reduziert werden.

Hotspot Nr. 3 ist die Verbrennung von Ernteabfällen, Getreidestoppeln und Gras. Sie ist zwar heute kaum noch in Europa zu finden, entspricht jedoch der Realität in Indien, Südostasien und Subsahara-Afrika und verursacht hohe Methanemissionen und Luftverschmutzung. Stattdessen könnten die Abfälle als Tierfutter, in Biogasanlagen oder zur Kompostierung genutzt werden.

Agrarforschung Schweiz 
Originalartikel erschienen in «Proceedings of the Royal Society A»