DLG-ImageBarometer 2022/23
Wie in jedem Jahr hat die DLG auch über den Jahreswechsel 2022/23 hinweg Landwirte zur Markenstärke von Unternehmen aus dem Agrar-Umfeld befragt.
04.03.2023
Insgesamt haben 668 Personen an der Befragung teilgenommen. Der durchschnittliche Umfrageteilnehmer ist erneut 52 Jahre alt, hat einen Techniker- Meistertitel oder ein abgeschlossenes Studium, bewirtschaftet 354 ha LN konventionell und hält – je nach Ausrichtung des Betriebs – rund 320 Rinder, 1950 Schweine oder 31’300 Hühner oder leitet in 35 % der Fälle einen reinen Ackerbaubetrieb.
Landtechnik
- Fendt 52,90
- John Deere 51,62
- Claas 51,56
- Amazone 46,71
- Lemken 46,41
- Horsch 39,62
- Deutz-Fahr 37,85
- Kuhn 35,93
- Krone 35,70
- Case IH 35,43
Auf den ersten Blick stellen sich die Ergebnisse dieses Bereichs im Vergleich zum Vorjahr erstaunlich unspektakulär dar. Fendt bleibt auch 2022/23 die stärkste Marke in diesem Bereich, während John Deere und Claas auf den beiden anderen Podiumsplätzen zum wiederholten Mal die Plätze getauscht haben. Auffällig ist auch das Abschmelzen des Fendt-Vorsprungs. Betrug dieser üblicherweise zwischen rund sieben bis über neun Indexpunkten, ist davon 2022/23 kaum mehr als ein Indexpunkt übrig. Es folgen wie üblich mit etwas Abstand zum Treppchen, aber eng beieinander, die Hersteller Amazone und Lemken. Horsch und Deutz-Fahr können ihre Platzierungen ebenfalls erneut behaupten. Kuhn kann sich an Krone vorbeischieben und erreicht mit Rang 8 seine bisher beste Platzierung überhaupt. Case IH kann im konzerninternen Wettbewerb knapp den Platz in den Top Ten gegen New Holland verteidigen. Insgesamt kann Ropa mit +1,4 Punkten den grössten Punktezuwachs verzeichnen, gefolgt von Grimme mit +1,3 Punkten und Massey Ferguson, Steyr und Holmer mit jeweils +1,2 Punkten.
Tierhaltungstechnik
- DeLaval 43,78
- Lely 40,70
- Big Dutchman 37,46
- GEA Farm Technologies 37,32
- Patura 34,11
- Siloking 31,71
- Lemmer-Fullwood 29,43
- Kraiburg 28,77
- Meyer-Lohne 27,99
- Schauer 27,86
Mit marginal gesunkenen Indexwerten bleibt das Ergebnis bei den Unternehmen der Tierhaltungstechnik auf den ersten vier Plätzen in 2022/23 gegenüber 2021/22 gleich. DeLaval führt vor Lely, Big Dutchman und GEA Farm Technologies. Patura konnte jetzt einen satten Sprung hinlegen und erreicht im genannten Bereich Rang 5. Siloking, Lemmer-Fullwood und Kraiburg rutschen deshalb jeweils um einen Platz nach hinten. Meyer-Lohne verteidigt Rang 9 vor allem deshalb, weil BvL von Platz 8 im Vorjahr auf Rang 14 abrutscht. Nach zwei Jahren Abstinenz ist der Fütterungsanlagenbauer Schauer wieder zurück und komplettiert die Top Ten, wenngleich der Abstand zu Trioliet auf Rang 11 (2021/22: 14) kaum messbar ist. Unter Rinderhaltern führt übrigens DeLaval das Markenranking an, gefolgt von Lely und GEA Farm Technologies. Unter Schweinehaltern sind Big Dutchman, WEDA und Meyer-Lohne auf dem Treppchen. Bei den Geflügelhaltern führt Big Dutchman mit großem Abstand vor Stalltuning das Markenranking an.
Agrarchemie und Saatgut
- BASF 63,44
- Bayer CropScience 63,06
- KWS Saat 50,46
- Syngenta 50,24
- Saaten-Union 44,05
- DSV 38,27
- Corteva Agriscience 36,95
- ADAMA 36,45
- K+S 36,43
- 1Yara 36,05
Unter den Chemiegiganten hat die BASF zum zweiten Mal in Folge vor Bayer CropScience die Nase vorn. Ebenfalls traditionell eng geht es zwischen KWS und Syngenta zu. Nach 2009 erreicht dieses Mal allerdings KWS das Treppchen, während für Syngenta nur der undankbare vierte Platz bleibt. Die Saaten-Union verteidigt Rang 5. Die DSV kann sich trotz leichter Verluste um einen Platz auf Rang 6 steigern. Die Corteva setzt ihre Aufwärtsentwicklung fort und erreicht inzwischen Platz 7. Während Yara Platz 10 verteidigt, sind die Verlierer der Tabelle dieses Jahr mit Adama und K+S auf den Plätzen 8 und 9 zu finden. Beide verlieren auch absolut am stärksten. Obwohl namentlich nicht mehr erwähnt, hängt Bayer CropScience die Akquisition von Monsanto übrigens immer noch an. Man erkennt dies an einem auffällig schwachen fünften Platz unter den ökologisch wirtschaftenden Landwirten, die die BASF hingegen an der Spitze sehen.


