D: «Landtechnik-Konjunktur stabilisiert sich vorerst»
Nach wie vor belasten Zölle die deutschen Landtechnik-Hersteller. Die Exporte von Deutschland in die USA sind im letzten Jahr um 28 Prozent zurückgegangen.
12.03.2026
Den deutschen Herstellern von Landmaschinen und Traktoren realisierten 2025 einen Umsatz von 11,3 Milliarden Euro. Damit hat sich laut dem Branchenverband VDMA Landtechnik die Landtechnik-Konjunktur am Produktionsstandort Deutschland wieder stabilisiert. «Nach wie vor belasten Zölle und geopolitische Unsicherheiten das Geschäft der global agierenden Industrie über Gebühr», sagt Tobias Ehrhard, Geschäftsführer des VDMA Landtechnik. Das gelte insbesondere für EU-Einfuhren in die USA. «Aktuell wird der Stahl- und Aluminiumanteil einer Landmaschine oder eines Traktors mit einem Zollsatz von 50 Prozent belegt.» Allein im vergangenen Jahr seien die Landtechnikexporte von Deutschland in die USA um 28 Prozent zurückgegangen, weit über dem Durchschnitt aller Sektoren des Maschinen- und Anlagenbaus, betont Ehrhard.
In Europa zeigt sich das Landtechnikgeschäft derzeit noch verhalten. «Gerade die Volumensegmente der Branche, allen voran Traktoren und Erntemaschinen, sind noch nicht zurück in der Wachstumszone», umschreibt der VDMA-Geschäftsführer die Situation. Ausreisser nach oben gab es 2025, etwa die Bodenbearbeitungs-, Pflanzenschutz- und Düngetechnik. Ähnlich gut liefen die Geschäfte mit Melk-, Kühl- und Fütterungstechnik aufgrund stabiler Milchpreise und -mengen. Für das laufende Jahr prognostiziert der VDMA angesichts weiterhin volatiler Umfeldbedingungen eine tendenziell abwartende Haltung bei Maschineninvestitionen. röt


