Westschweizer Biogas-Produzenten trafen sich

Die Westschweizer Biogas-Produzenten und -Interessierten trafen sich anfangs Dezember zum fachlichen Austausch.

07.12.2023

Laurent Scacchi, zuständiger Leiter für die Westschweiz bei der Dachorganisation der Wirtschaft für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (aeesuisse) gab einleitend einen Überblick über die aktuellen politischen Rahmenbedingungen. Mit dem verabschiedeten Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, kurz Mantelerlass, seien diverse Massnahmen für die Versorgungssicherheit vorgesehen, betonte Scacchi. «Damit werden wichtige Weichen für den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien und den weiteren Weg zum Erreichen der Klimaziele gestellt.» Gemäss Schacchi könne mit diesen neuen Regelungen das Potenzial von Biogas, das heute erst zu 10% ausgenützt werde, erheblich gesteigert werden. Auch habe der Nationalrat mit Annahme der Motion von Nik Gugger betreffend die Befreiung der erneuerbaren Gase von der CO2-Steuer ein starkes Zeichen gesetzt.
Ein Referat aus England zeigte auf, wie man Methan aus Mülldeponien zurückgewinnen kann. Ergänzend dazu wurde an einem Beispiel eines in Cossonay (VD) durchgeführten Projekts aufgezeigt, wie man die Bevölkerung für Sortierpraktiken bei der Sammlung von Bioabfällen sensibilisieren kann.
Gabrielle Bourguet, Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit in der Romandie beim Schweizerischen Gasindustrie-Verband, zog eine Bilanz der Erstinvestitionsbeihilfen und Produktionsförderungen, kritisierte jedoch die bestehenden Unterschiede zwischen Strom, Wärme und Gaseinspeisung.
Mélanie Gysler von der Genossenschaft Ökostrom Schweiz ging auf die reduzierte Rentabilität von rein mit eigenen Hofdüngern betriebenen Biogas-Anlage ein und meint, dass eine angemessene politische Unterstützungslösung erforderlich sei.
Landwirt Georges Martin teilte seine Erfahrungen mit der Produktion von Biomethan-Kraftstoff auf seinem Betrieb. Der Westschweizer Pionier bedauert die administrative Hürde, die ihn heute daran hindert, seine Treibstoffproduktion zu verkaufen.
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