Auch Tafe dängt nach Europa

Mit dem Traktorhersteller Tafe war eine weitere indische Firma auf der Eima präsent und richtete dabei seinen Fokus auf den europäischen Markt.

10.11.2024

Tafe Tractors, was die Stückzahlen betrifft mit rund 180'000 Einheiten jährlich einer der grössten Traktorhersteller weltweit, hatte sich heuer erstmals beim Wettbewerb «Tractor of the Year» beteiligt und damit seine Absichten kundgetan, auch mit eigenen Produkten auf den europäischen Markt zu kommen. Das Unternehmen hat einige Führungskräfte aus der etablierten Landtechnik-Industrie angeworben, unter anderem Massimo Ribaldone von Same Deutz-Fahr, der nun bei Tafe als Entwicklungsleiter und Verantwortlicher für die Geschäftsentwicklung tätig ist. Tafe ist derzeit in Lizenzstreitigkeiten mit Agco verwickelt. Seit der Gründung von Tafe im Jahre 1960 hat Tafe in Lizenz Traktoren der Marke «Massey Ferguson» gebaut, namentlich für die Märkte Indien, Nepal, Sri Lanka, Bangladesch und Bhutan. Diese Lizenzvereinbarung hat Agco kürzlich gekündigt, wogegen Tafe Einspruch erhoben hat.
Nichtsdestotrotz arbeitet Tafe, mit vollem Namen «Tractors and Farm Equipment», daran, auf dem europäischen Markt Fuss zu fassen. Das Modell «7515 Cab» mit dem für die Präzisionslandwirtschaft konzipierten «Tafe Terra»System wurde als Finalist für den prestigeträchtigen Wettbewerb «Tractor of the Year» in der Kategorie «Utility» nominiert (Bild). Daneben zeigte der indische Hersteller an der Eima mit dem «EV28» auch einen serienfertigen Traktor mit elektrischem Antrieb. Neben dem elektrischen Antrieb arbeitet Tafe mit Wasserstoff als Energiequelle für Traktoren. Stark ist Tafe im Segment der kleinen und leichten Traktoren mit 45-65 PS Leistung. Diese Baureihen sind auf Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit bei verschiedenen landwirtschaftlichen und industriellen Aufgaben ausgelegt.