Angespannte Versorgungslage beim Schmieröl
Motorex-Geschäftsführer Edi Fischer rechnet damit, dass bei Schmiermitteln der eigentliche Preisschub erst noch kommen dürfte. Das sagt er in einem Beitrag von SRF.
04.06.2026
Der Iran-Krieg und die damit verbundene Blockade der Strasse von Hormus hat nicht nur die Ölpreise nach oben getrieben, langsam wird auch das Motorenöl knapp. Die angespannte Versorgungslage spürt auch der Schweizer Schmiermittelhersteller Motorex aus Langenthal, wie das Schweizer Fernsehen SRF am Mittwoch berichtete. «Wir haben mehr Nachfrage, als wir produzieren können», sagt Motorex-Geschäftsführer Edi Fischer gegenüber SRF. «Aus historischen Gründen haben wir sehr grosse Lagerbestände», sagt er, betont aber auch, dass es sehr schwierig sei, im Moment an genügend Rohstoffe heranzukommen. Viele Anbieter hätten Mühe, die benötigten Mengen zur Verfügung zu stellen.
«Erste Priorität haben die Kunden, die schon immer unsere Kunden waren», so Fischer, der damit rechnet, dass der eigentliche Preisschub bei den Endprodukten erst noch kommen dürfte. Die Rohstoffpreise haben sich laut ihm verdoppelt bis verdreifacht. Auf das fertige Produkt umgerechnet bedeute dies Preissteigerungen von 30 bis 40 Prozent. Und unendlich seien die Vorräte von Motorex auch nicht. «Wir denken, dass wir die nächsten drei bis fünf Monate lieferfähig bleiben», schätzt Fischer gegenüber SRF. Was danach komme, sei ungewiss. röt


