Agroscope muss Stellen abbauen

Agroscope leitet aufgrund eines strukturellen Defizits Sparmassnahmen ein und baut 58 Vollzeitstellen ab. Zudem wird die Forschung in einigen Bereichen nicht mehr weitergeführt.

16.06.2026

Aufgrund verschiedener von Parlament und Bundesrat beschlossener Sparmassnahmen weist das ordentliche Budget von Agroscope ein strukturelles Defizit von rund 10 Mio. Franken auf. Dies macht eine thematische Fokussierung des Forschungsportfolios notwendig und führt zu einem Abbau von 58 Vollzeitstellen. Das schreibt das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung GS-WBF am Dienstag in einer Medienmitteilung. Die Sparmassnahmen führen zu einem Abbau von 58 Vollzeitstellen, der so weit wie möglich über natürliche Fluktuationen, bestehende Vakanzen und befristete Verträge realisiert wird, heisst es. Dennoch seien 43 Mitarbeitende von einer Stellenaufhebung betroffen. Die Umsetzung erfolgt gemäss Sozialplan des Bundes.

Zudem wirken sich die Massnahmen direkt auf die Leistungen für die Land- und Ernährungswirtschaft aus. Agroscope wird seine Forschung in den Bereichen gesunde Ernährung und neue Lebensmittelprodukte, alternative Nischenkulturen, Gewürz- und Medizinalpflanzen sowie Vertical Farming nicht weiterführen. In weiteren Themen werden die Aktivitäten teilweise reduziert und angepasst. Die vom Bundesrat im Mai 2020 entschiedene Standortstrategie von Agroscope mit einem zentralen Campus in Posieux (FR), den Forschungszentren Changins (VD) und Reckenholz (ZH) sowie den diversen dezentralen Versuchsstationen wird weiter umgesetzt.

Die Sparmassnahmen seien einschneidend für die Institution, die Mitarbeitenden und die Forschung in der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft, schreibt das Departement. Mit der notwendigen Fokussierung werde jedoch eine solide finanzielle Basis für die Zukunft von Agroscope gelegt. mgt