Proaktive Betriebsleitung erforderlich

Feldroboter erfordern von Betriebsleitern viel Begeisterung und Motivation. Das zeigt eine aktuelle Fallstudie der Agroscope mit einem Hack- und Spotsprayinggerät im Gemüsebau.

13.02.2023

Dass der Einsatz von Pflanzenschutzrobotern von Betriebsleitern viel Lern- und Risikobereitschaf sowie technologieaffine Haltung erfordert, zeigt ein neuer Bericht von Agroscope. Die Forschungsanstalt hat in einer Fallstudie ein sensor- und kameragesteuertes Hack- und Spotsprayinggerät (Prototyp) im Salat-Feldbau untersucht. Zwar könne mit dem Gerät im Lauf einer Salatsaison 75 % der üblicherweise eingesetzten Pestizide und 100% Herbizide eingespart werden, der Arbeitszeitbedarf steige aber von 0,65 h/ha mit der konventionellen Methode auf 3,83 h/ha mit dem Prototypen. Zudem treibe der Anschaffungspreis des Roboters von 135’000 Franken die Maschinenkosten in die Höhe und verhindere aktuell die Wirtschaftlichkeit der Spotspraying-Technologie, heisst es im Bericht von Agroscope. Um neue digitale Technologien erfolgreich in die Praxis einzuführen, erfordere der Einsatz solch neuer Technologien eine proaktive und technologieaffine Betriebsleitung, schreibt Agroscope. Zudem brauche es Begeisterung der betriebsleitenden Person für technische Entwicklungen und einen guten technischen Support. röt
Vollständiger Artikel auf «Agrarforschung Schweiz»
«Pflanzenschutzroboter im Gemüsebau: Arbeit, Kosten, Soziales und Ökologie»