2023 weniger Holz geschlagen
Die Schweizer Holzernte ist 2023 aufgrund der tieferen Holzpreise und Nachfrage um 6 Prozent gesunken.
23.07.2024
Im Jahr 2023 wurden in der Schweiz 4,9 Millionen Kubikmeter Holz geerntet, was einem Rückgang von fast 6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies erklärt sich hauptsächlich durch die tiefere Nachfrage und entsprechend auch durch die tieferen Holzpreise. Merklich zurück ging die Stammholzernte (-12%), ebenso wie die Ernte von Industrieholz (-1%) und von Stückholz zur Energiegewinnung (-5%). Das andere Energieholz-Sortiment (Hackholz) wuchs jedoch weiter (+5%) und nimmt an Bedeutung zu. Mittlerweile deckt es rund 30% der gesamten Holzernte ab. Der Anteil Energieholz an der gesamten Holzernte hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Dies geht aus der Forststatistik des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor.
Private Waldeigentümer waren 2023 laut BFS weniger geneigt, ihren Wald zu bewirtschaften. Im Berichtsjahr verringerte sich das Erntevolumen im Privatwald um 232'300 Kubikmeter oder 14%, was vor allem Stammholz betraf, dessen Preis sich gegenüber 2022 nicht halten konnte. Bei den Forstbetrieben gab es ein leichte Verschlechterung der finanziellen Lage. Die 640 Forstbetriebe, die 2023 tätig waren, verzeichneten Einnahmen in Höhe von 598 Millionen Franken und Ausgaben in Höhe von 618 Millionen Franken. Gesamtschweizerisch belief sich das Defizit auf rund 20 Millionen Franken (2022: 18 Mio. Fr.). mgt

