12 tödliche Unfälle im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2024 haben sich in der Schweiz zwölf tödliche Unfälle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft ereignet.
21.07.2024
Wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) mitteilt, hätten sich im ersten Halbjahr 2024 in der Schweiz zwölf tödliche ereignet, die direkt mit der Landwirtschaft in einem Zusammenhang standen:
- Zwei Personen starben beim Umsturz eines Traktors oder Transporters.
- Eine Person wurde beim Ankoppeln einer Anbaumaschine erdrückt.
- Zwei Personen verloren ihr Leben bei einem Güllegasunfall.
- Eine Person starb in einer brennenden Scheune.
- Zwei Personen stürzten tödlich von einem Dach beziehungsweise einem Heulagerboden.
- Eine Person wurde leblos in einer Pferdebox gefunden.
- Dazu kommen drei tödliche Kinderunfälle.
Der Altersdurchschnitt der neun Personen, die bei landwirtschaftlichen Arbeiten tödlich verunfallten, liegt bei 52 Jahren. Die jüngste Person war 18 Jahre alt, die älteste 78 Jahre. Zwei der Verunfallten befanden sich bereits im Pensionsalter.
In der Routine des landwirtschaftlichen Arbeitsalltages werden Gefahren oft zu wenig wahrgenommen, unterschätzt oder gar nicht beachtet. In Unfallabklärungen zeigen sich teilweise Arbeitssituationen, in denen jahrelang nichts passiert ist, und in welchen das Risiko bewusst oder unbewusst in Kauf genommen wurde.
Betriebe, die ihren Stand punkto Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einschätzen wollen, können dies mit dem Selbst-Check auf www.hofsicherheit.ch tun. Dieser Check gibt Tipps und weiterführende Infos zur Verbesserung der Sicherheit im eigenen Betrieb und ist gratis sowie anonym.
Anmerkung: Für landwirtschaftliche Unfälle besteht keine Meldepflicht, daher können keine statistisch verlässlichen Aussagen gemacht werden. Unfallmeldungen werden von BUL und Agriss anhand von Medien- und Polizeiberichten sowie Meldungen von Behörden und Betroffenen erhoben.


