Verkehrte Welt in der Holzbranche

Der Holzmarkt spiel verrückt. Täglich steigen die Importpreise. Doch die Schweizer Waldbesitzer spüren davon noch kaum etwas.

05.05.2021

Die Rundholzbeschaffung stellt die Schweizer Holzbranche aktuell vor Herausforderungen und es herrscht verkehrte Welt: Auf der einen Seite seien die Schreiner und Holzbauer, denen die Beschaffung von Holz-Halbfabrikaten am Markt immer mehr zu schaffen mache, weil vor allem die Importpreise sozusagen täglich anstiegen oder weil sich die Lieferfristen in die Länge zögen. Auf der anderen Seite seien die Waldbesitzer, die von diesen Preisanstiegen verursacht durch die international grosse Nachfrage vor allem durch die USA und China noch kaum etwas spürten und für ihre Arbeit nicht oder zumindest nicht ausreichend honoriert würden.

So das Fazit eines Rundtischgesprächs von Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) als Dachorganisation der Zentralschweizer Wald- und Holzbranche mit Vertreter des Waldes, der Holzindustrie und von Holz-Korporationen. Auch der Wald sollte von den Preisanpassungen profitieren und endlich kostendeckend wirtschaften und den Wald für die kommenden Generationen fit machen können, wird Pirmin Jung, Präsident der LHZ, in einer Medienmitteilung zum runden Tisch zitiert.

Ein Patentrezept habe trotz des engagierten Austauschs am runden Tisch allerdings nicht ausgemacht werden können: Zu komplex seien die Zusammenhänge. Ein Zusammenstehen und eine funktionierende Holzkette bildeten aber die Basis für eine bessere Zukunft und der Dialog unter den verschiedenen Beteiligten werde in Zukunft noch wichtiger. Die Holzkette müsse für alle Glieder funktionieren und der Wald stehe als wichtiges Glied am Anfang. LID und Holz Schweiz (Bild)