Agrotec Suisse: Berufsbildung und technische Herausforderungen im Fokus
An der 35. Fachverbandsversammlung von Agrotec Suisse am 6. November 2026 in Aarberg standen die Berufsbildung, technische und regulatorische Fragen sowie die wirtschaftliche Lage der Landtechnikbranche im Mittelpunkt.
06.11.2026
Die Delegierten von Agrotec Suisse trafen sich erstmals auf dem neuen Campus des Bildungszentrums Aarberg (BZA), dessen Erweiterungsbau am selben Tag offiziell eingeweiht wurde. Präsident Andreas Baumgartner würdigte die Beteiligten am Bauprojekt und gratulierte Baumaschinenmechaniker Sandro Amrein zum Weltmeistertitel an den WorldSkills in Shanghai.
Die Delegierten genehmigten die Arbeitsprogramme der Ressorts sowie das Budget 2027 einstimmig. Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert, zudem wird eine bereits beschlossene einmalige Rückvergütung wirksam.
Im Bereich Berufsbildung schreitet die Teilrevision der drei Berufe voran. Bis Ende 2026 sollen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorliegen. Die Lernendenzahlen bleiben stabil auf hohem Niveau. Im Einzugsgebiet des BZA befinden sich derzeit 868 Lernende in Ausbildung. In der Weiterbildung absolvieren 166 Personen die Ausbildung zum Diagnosetechniker.
Sorgen bereitet die wirtschaftliche Situation der europäischen Landtechnikbranche. Der Climmar-Index erreichte den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung. Erstmals ist europaweit auch der Ersatzteilumsatz rückläufig.
Die Technische Kommission befasst sich unter anderem mit der Revision von Vorschriften für Industrietraktoren mit Ladebrücke, der Anerkennung von Zertifizierungen für GPS-Lenksysteme sowie der Weiterbildung von Bremsfachspezialisten. Zudem wird eine Ausbildung für Arbeiten an Hochvoltsystemen auf Stufe HV3 nach Schweizer Recht vorbereitet. Als wichtige Branchentermine wurden der landtechnische Unternehmertag am 14. Januar 2027 in Luzern sowie die SwissSkills und EuroSkills im September 2027 genannt. eng


